Groß Viegeln: Landes-Elitefohlenchampionat

Erschienen am 25.07.2022
Ergebnisse

110 Fohlen zehn verschiedener Rassen präsentierten sich schick, modern und bewegungsstark - 102 erhielten den Titel „Elitefohlen“. Der Tageshöchstwert ging mit 84,5 Punkten, was einer Wertnote von 9,4 entspricht, an ein Hengstfohlen des Rheinisch Deutschen Kaltbluts.

Groß Viegeln. Einmal mehr stand am 23. Juli die Top-Reitanlage in Groß Viegeln im Rampenlicht, auf der Nationenpreisreiter Holger Wulschner seit 2003 Pächter ist. Der Verband der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern führte an diesem Tag sein Landes-Elitefohlenchampionat durch. Dank hervorragender Organisation seitens der Mitarbeiter der Verbandsgeschäftsstelle und der vielen Helfer die sie gewinnen konnten, gab es einen reibungslosen Ablauf und alle Beteiligten sahen sehr gut herausgebrachte, moderne Fohlen, mit überwiegend großzügigem elastischem Bewegungsablauf.

Von den 123 startberechtigten Fohlen zehn verschiedener Rassen, wobei wir vier Untergruppen der Welsh-Ponys (Sektion A, B, C und D) als eine Rasse zählen, wurden 110 zur Bewertung vorgestellt. Shetlandponys und ihre Verwandten waren erstmals nicht dabei. Sie bekommen in diesem Jahr einen eigenen Termin im Landgestüt

Redefin. Von den 110 bewerteten Fohlen erhielten 102 den Titel „Elitefohlen“ (92,7%). Dieser wurde an Fohlen vergeben, die 74 Punkte und mehr erreichten. Die nicht angereisten 13 Fohlen und vier weitere von der Schau erhielten die Verbandsprämie.

Die Fohlen wurden im offenen getrennten Richtverfahren durch drei Richter in den Merkmalen Typ und Modell, Exterieur und Bewegung auf der Skala von 0 bis 10 bewertet. Am Ende stand für alle eine Punktsumme, die sich aus der Addition aller neun Einzelnoten ergab. Somit konnte ein Fohlen maximal 90 Punkte erreichen. Die Kommissionen zur Bewertung setzten sich aus Gastrichter Jörg Kotenbeutel, Neustadt-Dosse, MV-Zuchtleiterin Karoline Gehring, Armin Spierling, Neuenkirchen (nur für Ponys und Kaltblüter), sowie Hans-Heinrich Brüning, Bruchhausen-Vielsen (nur für Mecklenburger) zusammen.

Diese Rassen waren dabei

Welsh Ponys waren mit sechs Fohlen vertreten, vier erhielten den Elitetitel. Sie setzten zusammen aus den Sektionen A (2 Stutfohlen), B (1 Hengst- und 1 Stutfohlen), C (1 Stutfohlen) und D (1 Stutfohlen). Lewitzer waren mit zwei Stut- und 2 zwei Hengstfohlen vertreten (alle 4 Elite). Ein Stut- und zwei Hengstfohlen (alle Elite) vertraten die Rasse Fjordpferd. Das Kleine Deutsche Reitpferd entsandt zwei Hengste (beide Elite). Von den zehn Haflingern (4 Stuten, 6 Hengste) wurden neun Elite. Alle zehn aufgetriebenen Fohlen der schweren Rassen erhielten den Elitetitel (1 Schleswiger Kaltblut-Hengst, 1 Schwarzwälder Kaltblut-Hengst und acht Rheinisch Deutsche Kaltblüter (je 4 Stuten und Hengste).

Von den 40 startberechtigten Deutschen Reitponys (21 Stuten, 19 Hengste) waren in Groß Viegeln 32 dabei, die alle Elitefohlen wurden. 48

Mecklenburger waren insgesamt startberechtigt. 43 waren anwesend, von denen 38 den Elitetitel erhielten. Die Mecklenburger teilten sich auf in 26 dressurbetont gezogene Fohlen (14 Stuten, 12 Hengste) von denen 24 bewertet wurden und 21 den Schauplatz als Elitefohlen verließen. 22 springbetont gezogene Mecklenburger waren zugelassen (je 11 Stuten und Hengste), 22 anwesend. Von diesen erhielten 17 den in die Zuchtpapiere eingetragenen Titel „Elitefohlen“.

 

32 Elitefohlen wurden prämiert

Prämiert wurden insgesamt über alle zehn Rassen 32 Fohlen. Die größte Population waren mit 43 präsentierten Fohlen die Mecklenburger, wenngleich ihnen die Deutschen Reitponys mit 32 nicht viel nachstanden. Je drei Hengst- und Stutfohlen wurden in den beiden Zuchtrichtungen der Mecklenburger

prämiert.

Sieger bei den dressurbetont gezogenen Hengstfohlen wurde mit 84 Punkten, was einer Wertnote von 9,3 entspricht, ein brauner Sohn von Vivaldos (v. Vivaldi), den Sebastian Mengel aus Jarmen mit seiner Staatsprämienstute Frieda Gold (v. Fehrbellin / Anrit /Syenit xx) gezogen hat. Ein sehr gut entwickeltes Fohlen das sowohl im Typ (9,7) als auch in der Bewegung (9,3) und im Exterieur (9,0) ganz besonders herausstach und eindrucksvoll das Zuchtziel verkörpert. Auf Platz 2 und 3 folgten mit 82,5 Punkten ein Vitalis-Sohn (Z.u.A.: Ulrike Anders, Loitz) und ein Nachkomme des Fidertanz mit 79 Punkten (Z.u.A.: Eberhard & Marianne Mahncke, Gotthun).

Siegerin der dressurbeton gezogenen Stutfohlen wurde mit 81 Punkten (WN 9,0) eine dunkelbraune Tochter des Va’Pensiero (v. Vitalis). Züchter- und Ausstellerin ist Diane Vollmers aus Plaaz, die das

Fohlen mit einer Bonifatius / Weltmeyer / Eisenherz I-Stute gezogen hat. Die höhere Bewertung in der Bewegung (9,0) war ausschlaggebend für den Sieg. Auch das an 2. Stelle rangierte Fohlen des Bon Joker erhielt 81 Punkte (Z.u.A.: ZG Tietze, Hagebök), das im Typ mit 9,7 bewertet wurde, in der Bewegung mit 8,3 aber nicht ganz so elastisch war wie die Siegerin. Auf Rang 3 folgte mit 79,5 Punkten (WN 8,8) eine Tochter des San Amour I (Z.u.A.: ZG Flothow/Manski, Wardow).

Sieger bei den springbetont gezogenen Hengstfohlen wurde mit 81,5 Punkten (WN 9,1) ein dunkelbrauner Sohn des Contino-Quick PS (v. Contendro I), den Marko Meissner aus Weisdin als Aussteller aus seiner Stute Castela (v. Castelo Braco / Syphir / Nektar/T.) gezogen hat. Er wurde im Typ mit 9,3, Bewegung 9,2 und im Exterieur mit 8,7 bewertet. Auf die Plätzen 2 und 3 stellte die Kommission einen Cellestial-Sohn mit 80 Punkten (Z.u.A.: Heiko Frahm, Solzow) und mit 79,5

Punkten einen Nachkommen des Chacco-Fly (Z.u.A.: Maria-Laetitia Sametzki, Helmshagen).

Bei den Stutfohlen siegte mit 80 Punkten (WN 8,9) eine Tochter des Balou’s Bonanza, der unter Hannes Prehl (Alkamp) am gleichen Tag in Boock Springpferdesieger war. Die Zuchtgemeinschaft Kühl aus Fahrenwalde hat das Fohlen mit einer Lasino / Corleone / Goldstern-Stute gezogen.

Bei den Deutschen Reitponys ging die höchste Bewertung mit 84 Punkten (WN 9,3) an einen Hengst von Cosmopolitan D NRW. Aussteller Dirk Mamerow aus Stavenhagen hat den Braunfalben aus der Staatsprämienstute Rajana (v. Blanchet / HB Daylight / Night-Dream) gezogen. Der Strahlemann erhielt für den Typ dreimal die 10. Der zweitplatzierte Sohn des Mescal aus einer Noir De Luxe-Mutter, den Laura & Fanny Kukowski aus Friedland gezogen haben, stand dem Sieger im Typ um nichts nach (3 x 10). Dem dunkelbraunen

Hengst, der 83,5 Punkte erhielt, fehlte gegenüber dem Sieger nur ein halber Punkt für das Exterieur. Mit 80 Punkten (WN 8,9) folgte auf Rang 3 ein Palomino Hengst von Nacho’s Golden Star, den Franziska Nickel aus Wittenhagen als Ausstellerin mit einer FS Don’t Worry-Mutter gezogen hat.

Der höchste Wert bei den Stutfohlen betrug 80 Punkte (WN 8,9). Dieser, und damit der Sieg, ging an eine Tochter des Gründleinshofs Gipfelstürmer, die die Zuchtgemeinschaft Dallmann aus Priborn mit der Staatsprämienstute Chanel (v. FS Champion de Luxe / FS Don’t Worry / Neckar) gezogen hat. Das Fuchsfohlen bewegte sich sehr gut (9,0). Es gab vier Fohlen mit 78 Punkten (WN 8,7), von denen die Kommission das Braunisabell Fohlen von Cosmopolitan D NRW aus der Zucht von Jessica Herbold, Burg Stargard, wegen der höheren Bewegungsnoten (WN 8,8) auf den 2. Platz stellte. Gemeinsam Dritte mit 78 Punkten wurden Töchter des Reitland’s Diamonds Gold (Z.u.A.: Josefin

Hantzsch, Bernitt), des Honeymoon King (Z.u.A.: Jens Maaß, Wulkenzin) und des Cristall (Z.u.A.: Rebekka & André Meynberg, Meinersen).

Die Tageshöchstbewertung ging mit 84,5 Punkten (WN 9,4) an ein braunes Hengstfohlen des Rheinisch Deutschen Kaltbluts. Ewald Steeg aus Möllenhagen hat das Fohlen mit Hochadel aus seiner Staatsprämienstute Alma (v. Amethyst von Wernstedt / Engadin / Edzar) gezogen. Den höchsten Wert gab es mit Wertnote 9,8 für den Typ. In den Einzelnoten befand sich zweimal die 10, dreimal die 9,5 und viermal die 9,0. Das beste Stutfohlen mit 78,5 Punkten (WN 8,7) stellte Günther Lüdders aus Laschendorf aus. Er hat das Stichelfuchsfohlen, das in der Bewegung dreimal die 9,0 bekam, mit Unikat aus der Elitestute Norderelbe (v. Nerlinger / Eberhard II / Edfried) gezogen. Das Hengstfohlen des Schleswiger Kaltbluts wurde mit 76,5 Punkten (WN 8,5), gezogen von Bettine Dieffenbacher aus Neustrelitz mit Cord Caesar aus

einer Valentin-Herkules / Banause / Waldkauz-Mutter, wurde ebenso als Sieger herausgestellt, wie der mit 75 Punkten (WN 8,3) bewertete Hengst des Schwarzwälder Kaltbluts, den Hartmut Moede aus Menzlin mit Ramstein aus seiner Staatsprämienstute Monaliesa (v. Hartmut Moede aus Menzlin mit Ramstein) gezogen hat.

Sieger bei den Haflinger Hengstfohlen wurde mit 84 Punkten (WN 9,3) ein Sohn des liz 281/T Almquell, den Robert & Hanna Pautsch aus Wackerow mit einer Askhan / Midas-Hanja / Wikinger-Mutter gezogen haben. Bestechend in allen Bewertungskriterien, gab es insgesamt sechsmal eine 9,5 und dreimal die 9,0. Das beste Stutfohlen stellte mit 79,5 Punkten (WN 8,8) das Haflingergestüt Reimer aus Zarnewanz aus. Werner & Holger Reimer haben es mit Wetterstein aus ihrer Staatsprämienstute Askhona (v. Askhan / Arthos / Midas-Hanja) gezogen.

83 Punkte (WN 9,2) gab es für das Sieger-Hengstfohlen des Kleinen Deutschen Reitpferds. Aussteller Dr. Karl-Heinrich Niehoff aus Bütow hat das braune Fohlen mit Quaterback’s Junior aus einer /Fürsten-Look / K2/T. / Limborat-Stute gezogen. Die höchste Bewertung gab es mit 9,5 für den Typ. Der Pferdehof Friedrichsmoor stellte das beste Lewitzer Fohlen aus (Hengstfohlen), das 82,5 Punkte erhielt (WN 9,2) und mit Kastanienhof Donnertrommler aus der Staatsprämienstute Schnegge (v. Saphir / Sascha / Allat Al Ganschow ox) gezogen wurde. Sehr gut in allen Kriterien, ragte die elastische Bewegung mit Wertnote 9,3 besonders heraus.

Von den drei Fjordpferd-Fohlen wurde der Hengst von Solfin Skova mit 82 Punkten (WN 9,1) Sieger. Jessica Dilling aus Grimmen hat ihn aus der Staatsprämienstute Chegal Charei (v. Cadeau Halsnaes / Holgaards Bacardi) gezogen. Ein besonders typstarker Vertreter seiner Rasse, der dafür 29 Punkte bekam (WN 9,7) und auch im

Exterieur kaum Mängel erkennen ließ (WN 9,3). Sieger bei den Welsh Ponys wurde ein Hengst der Sektion B, der 79,5 Punkte erhielt (WN 8,8). Das Palomino Fohlen wurde von Jens Reimers aus Hoppenrade mit Rock Grey New York aus einer Wildzang’s Romulus / Wing.Foxtrott-Mutter gezogen. Ein würdiger Vertreter seiner Rasse, der im Typ 28,5 Punkte erhielt (WN 9,5). Mit 77 Punkten (WN 8,6) folgte ein Wels Mountain Pony von Shamrocklake the Cool Cardinal. Jan & Christian Schumacher aus Bargischow haben das Fohlen aus ihrer Staatsprämienstute Shamrock Chilli Christinas von Springbourne Charmer gezogen (Typ 9,3). Den 3. Platz bei den Welsh Ponys nimmt mit 76,5 Punkten (WN 8,5) eine Vertreterin der Sektion D ein. Das braune Fohlen, das in allen Kriterien von allen drei Richtern eine 8,5 bekam, wurde von Frank Paeuser aus Klein Vielen mit Finkos Tywysog aus einer Mutter von Cockmoor Brenin Ebrill gezogen. (fw)

Links: Rheinisch Deutsches Kaltblut Sieger-Hengstfohlen von Hochadel / Amethyst von Wernstedt / Engadin / Edzar (Z.u.A.: Ewald Steeg, Möllenhagen). © Jutta WegoRechts: Rheinisch Deutsches Kaltblut Sieger-Stutfohlen von Unikat / Nerlinger / Eberhard II / Edfried (Z.u.A.: Günther Lüdders, Laschendorf). © Jutta Wego

Links: Rheinisch Deutsches Kaltblut Sieger-Hengstfohlen von Hochadel / Amethyst von Wernstedt / Engadin / Edzar (Z.u.A.: Ewald Steeg, Möllenhagen). © Jutta Wego
Rechts: Rheinisch Deutsches Kaltblut Sieger-Stutfohlen von Unikat / Nerlinger / Eberhard II / Edfried (Z.u.A.: Günther Lüdders, Laschendorf). © Jutta Wego

Links: Schwarzwälder Kaltblut Siegerfohlen (Hengst) von Ramstein / Maicon / Donnergroll / Wido (Z.u.A.: Hartmut Moede, Menzlin). © Jutta WegoRechts: Schleswiger Kaltblut Siegerfohlen (Hengst) von Cord Caesar / Valentin-Herkules / Banause / Waldkauz (Z.u.A.: Bettine Dieffenbacher, Neustrelitz). © Jutta Wego

Links: Schwarzwälder Kaltblut Siegerfohlen (Hengst) von Ramstein / Maicon / Donnergroll / Wido (Z.u.A.: Hartmut Moede, Menzlin). © Jutta Wego
Rechts: Schleswiger Kaltblut Siegerfohlen (Hengst) von Cord Caesar / Valentin-Herkules / Banause / Waldkauz (Z.u.A.: Bettine Dieffenbacher, Neustrelitz). © Jutta Wego

Kuriosität am Rande: Der kleine Reitponyhengst von Candis vM wollte zeigen wie gut er springen kann und nutzte seine Mutter als Hindernis. Das Siegerhengstfohlen des Rheinisch Deutschen Kaltbluts von Hochadel fand ein anderes Hindernis um seine Springkünste zu zeigen. © Jutta Wego

Kuriosität am Rande: Der kleine Reitponyhengst von Candis vM wollte zeigen wie gut er springen kann und nutzte seine Mutter als Hindernis. Das Siegerhengstfohlen des Rheinisch Deutschen Kaltbluts von Hochadel fand ein anderes Hindernis um seine Springkünste zu zeigen. © Jutta Wego

Die Fohlenkommissionen hatten Schwerstarbeit zu leisten und arbeiteten sehr zügig: v.l. Jörg Kothenbeutel (Neustdt-Dosse, Hans-Heinrich Brüning (Bruchhausen-Vielsen), MV-Zuchtleiterin Karoline Gehring und Armin Spierling (Neuenkirchen). © Jutta Wego

Die Fohlenkommissionen hatten Schwerstarbeit zu leisten und arbeiteten sehr zügig: v.l. Jörg Kothenbeutel (Neustdt-Dosse, Hans-Heinrich Brüning (Bruchhausen-Vielsen), MV-Zuchtleiterin Karoline Gehring und Armin Spierling (Neuenkirchen). © Jutta Wego

Ein großer Dank gilt allen Beteiligten, die den Fohlentag in Groß Viegeln dank zügiger und umsichtiger Arbeit zu einem Erlebnis machten. © Jutta Wego

Ein großer Dank gilt allen Beteiligten, die den Fohlentag in Groß Viegeln dank zügiger und umsichtiger Arbeit zu einem Erlebnis machten. © Jutta Wego

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