Leipzig: Schwaanerin Charleen Steinke gewinnt Partner Pferd Junior Cup
Erschienen am 16.01.2026
Drei Mecklenburger Siege in den vier Springen der Partner Pferd Cup‘s im Rahmen des Weltcup Springens in den Leipziger Messe Hallen. Charleen Steinke übertrifft mit Finalsieg im Junior-Cup ihre Erfolge von Neustadt (Dosse).
Die Mecklenburger Reiter präsentierten sich am Donnerstag in den nationalen Springen beim Weltcup-Turnier in Leipzig mit 13 Platzierungen, darunter drei Siege, in beeindruckender Form und setzten in den Springen der Partner Pferd Cup‘s für ostdeutsche Reiter deutliche sportliche Akzente.
Heiko Strohbehn (MV-Springtrainer aus Redefin) gratuliert der strahlende Charleen Steinke vom Schwaaner RFV, die mit Kenia das Finale im Partner Pferd Junior Cup gewonnen hat.
Schon in den Einlaufspringen machten sie unmissverständlich klar, dass sie zu den Besten in Ostdeutschland gehören. Henrik Greve (Redefin) eröffnete den Erfolgslauf auf dem 10-jährigen Uncle Jo (v. Uriko) mit einem souveränen Sieg im Junior Cup. Mit einer herausragenden Stilnote von 9,0 setzte er sich an die Spitze des Starterfeldes und zeigte eine reife, technisch saubere Runde, die ihm großen Applaus einbrachte. In die Platzierung ritten mit 8er Noten auch Charleen Steinke (Schwaan) mit Kenia, Fritz Michel Horn (Klützer Winkel) mit Kahlua, Luzie Schwinge (Weitenhagen) mit Campetina und Alina Maack (Redefin) mit Catalano.
Nicht weniger überzeugend war Paula Nagel (Gadebusch), die im Einlaufspringen des Partner Pferd Cup für ostdeutsche Reiter auf ihrer 16-jährigen Carmen (v. Cachas) den schnellsten fehlerfreien Ritt lieferte. Mit präzisem Ritt, der Stute stets frei ihre eigene Kopfhaltung lassend und mutigem Tempo sicherte sie sich den Sieg und bestätigte damit ihre starke Form. Diese präsentierte sie bereits eine Wochen zuvor mit zwei Siegen im Mannschaftsspringen und im Finale der Junior-Future-Tour in Neustadt (Dosse). Auch Stefan Unterlandstettner (Passin) ritt auf Harlivia fehlerfrei in die Platzierung.
In den Finalprüfungen schlich sich zwar etwas Missgeschick ein. Dennoch konnten die Nordlichter das Finale im Partner Pferd Junior Cup gewinnen. Charleen Steinke (Schwaan), die bereits in Neustadt (Dosse) vorn dabei war, lief zur Höchstform auf. In der Einlaufprüfung mit Stilnote 8,5 bereits Dritte, gehörte sie mit der 11-jährigen Kannan-Stute Kenia zu den zehn Stechteilnehmern. Nur zwei blieben auch in der zweiten Runde fehlerfrei. Charleen Steinke war drei Sekunden schneller als die Sachsen-Anhaltinerin Emilia Schön mit Bonita und holte den Sieg nach Mecklenburg-Vorpommern.
Die beiden Sieger in den Einlaufspringen der Partner Pferd Cup’s: Hendrik Greve mit Helene (r.), Paula Nagel mit Carmen (l.). © J. Wego
Platzieren konnten sich auch Lucy Schwinge (Weitenhagen) mit Campetina, Fritz Michel Horn (Klützer Winkel) mit Kahlua und Charlotte Rudat (Redefin) mit Citizan Kane. Fehlerfrei blieb im Umlauf auch Einlaufsieger Hendrik Greve. Dessen Uncle Jo kam jedoch mit einer leichten Verletzung am Maul aus dem Umlauf und wurde von der Jury ebenso nicht für das Stechen zugelassen wie Alina Maack, die versehentlich eine Gamasche falsch angelegt hatte, was die Jury erst nach ihrem fehlerfreien Ritt im Umlauf bemerkte.
Auch Paula Nagel mischte im Finale des Partner Pferd Cup wieder vorne mit. Diesmal bekam sie am drittletzten Hindernis des anspruchsvollen 1,40m Springens, ein Kopfsprung, jedoch einen Fehler und wurde als beste Mecklenburger Reiterin mit dem schnellsten Vier-Fehler-Ritt Achte. Stefan Unterlandstettner, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der DKB AG, der bei Holger Wulschner in Groß Viegeln trainiert und jetzt für den RC Passin reitet, konnte sich mit 4 Fehlern auf Harlivia ebenfalls platzieren.
Die Ergebnisse in Leipzig und eine Woche zuvor in Neustadt (Dosse) zeigen eindrucksvoll, wie stark sich die Reiterinnen und Reiter aus Mecklenburg-Vorpommern im ostdeutschen Vergleich präsentieren. (fw)

