Monica Theodorescu und Dietmar Otto in FEI-Komitees berufen

Erschienen am 22.11.2020

FEI-Board trifft Entscheidungen zu Nachwuchschampionaten und zur Helmpflicht

Lausanne/SUI (fn-press). Im Vorfeld der Generalversammlung des Weltreiterverbandes FEI, die am 23. November virtuell stattfinden soll, hat das FEI Board bereits einige Entscheidungen getroffen. Unter anderem wurden zwei deutsche Vertreter in die jeweiligen Disziplin-Komitees gewählt. Außerdem gab es ein Update zur Helmpflicht ab 1. Januar 2021 und es wurden zwei Nachwuchschampionate in der Dressur vergeben.

Monica Theodorescu ist neues Mitglied des Dressur-Komitees. Die Bundestrainerin der deutschen Dressurreiter vertritt dort für den Zeitraum 2020 bis 2024 den Internationalen Dressur-Trainer Club (IDTC). Die Füchtorferin bringt jede Menge Erfahrung mit, denn sie ist seit mehr als 30 Jahren als Reiterin und Trainerin auf höchstem internationalem Niveau aktiv und war Ende der 2000er-Jahre auch schon als Aktivenvertreterin im FEI-Dressur-Komitee tätig. Theodorescu ersetzt den US-Amerikaner George Williams, der turnusgemäß aus dem Dressur-Komitee ausscheidet.

Für den ebenfalls turnusgemäß aus dem Voltigier-Komitee ausscheidenden Kai Vorberg rückt Dietmar Otto (Unterreichenbach) für den Zeitraum 2020 bis 2024 als neues Mitglied nach. Der ehemalige Einzel-Europameister und -Weltmeister im Voltigieren ist eine vielseitige Persönlichkeit mit großer Erfahrung in allen Bereichen des Pferdesports, sei es als Spitzensportler, gefragter Trainer oder Richter. Der gebürtige Berliner war von 2003 bis 2007 schon einmal Mitglied des FEI-Voltigier-Komitees.

Diskussion zum Thema Helmpflicht
Das FEI-Board hat sich auch noch einmal mit der vieldiskutierten Helmpflicht auf internationalen Turnieren ab 1. Januar 2021 beschäftigt. Bei der FEI-Generalversammlung 2019 war beschlossen worden, zum Zwecke der Unfallverhütung eine generelle Helmpflicht für Reiter aller Altersklassen auf internationalen Turnieren einzuführen. Eine Gruppe international erfolgreicher Dressurreiter hatte sich im Oktober 2020 mit einer Petition an die FEI gewandt und dafür plädiert, dass erwachsene Dressurreiter selbst entscheiden sollten, ob sie in der Prüfung einen Helm oder einen Zylinder tragen. Laut FEI hatte eine Gruppe von Ärzten in einer zweiten Petition gefordert, dass die Regel wie geplant Anfang 2021 umgesetzt wird. Die FEI hat zudem von einer Reihe anderer Athleten unaufgefordert Unterstützung für die generelle Helmpflicht erhalten. Da die FEI während des langwierigen Prozesses zur Überarbeitung der Regeln 2020 keinen Änderungsantrag erhalten hat, wurde der Punkt nicht erneut zur Abstimmung auf die Tagesordnung der Generalversammlung 2020 gesetzt. Das FEI-Board hat das Thema jetzt noch einmal diskutiert und einstimmig beschlossen, die Helmpflicht wie geplant zum 1. Januar 2021 einzuführen.

Vergabe internationaler Nachwuchschampionate
Zudem gab das FEI-Board bekannt, dass die Nachwuchs-Europameisterschaften der Dressurreiter (Children, Junioren und Junge Reiter) im kommenden Jahr von 5. bis 11. Juli im spanischen Valencia stattfinden werden. Im Jahr 2022 sollen die Europameisterschaften der Children und U25-Dressurreiter im ungarischen Pilisjászfalu ausgetragen werden. Ein genaues Datum für das Championat wird noch bekanntgegeben. Derweil teilte der Veranstalter des CHI Donaueschingen, in dessen Rahmen die U25-EM im August 2021 stattfinden sollte, mit, dass die EM nicht in Donaueschingen stattfinden wird. Die aktuellen Unwägbarkeiten durch das Coronavirus machten zum jetzigen Zeitpunkt eine verbindliche Zusage für die Austragung im August unmöglich. Ein alternativer Austragungsort ist bisher nicht bekannt.  jbc

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