Shetlandponyzüchter Gisbert Koch ist 80 geworden

Erschienen am 16.03.2026
Der Shetlandponyzüchter Gisbert Koch aus Setzin, seit 31 Jahren Vorsitzender der IG Shetlandpony in MV, ist 80 Jahre alt geworden. © Jutta Wego

Der Shetlandponyzüchter Gisbert Koch aus Setzin, seit 31 Jahren Vorsitzender der IG Shetlandpony in MV, ist 80 Jahre alt geworden. © Jutta Wego

Wenn man in Mecklenburg-Vorpommern über Shetlandponys spricht, fällt umgehend der Name Koch. Gisbert Koch und Ehefrau Elisabeth haben die Shetlandponyzucht im nordöstlichsten Bundesland zu ungeahnten Höhen entwickelt. Dafür wurde der engagierte und ehrgeizige Züchter 2011 mit der Ehrennadel des Verbandes der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern in Gold ausgezeichnet. Am 15. März ist Gisbert Koch 80 Jahre alt geworden. Es gab eine große Geburtstagsfeier mit ministerieller Beteiligung. Trotz schwerer Herzattacken züchtet er weiter engagiert Ponys und leitet als Vorsitzender mit ganzer Kraft die Interessengemeinschaft (IG) Shetlandpony in MV.

Gisbert Koch wurde 1946 in der Altmark geboren und wirkte dort bis 1988. Der gelernte Schmied leitete in Weddendorf bei Oebisfelde (Sachsen-Anhalt) in einem Landwirtschaftsbetrieb die Abteilung Pferde und hat daneben auch privat Reitpferde gezüchtet. Ende der 1980er Jahre entdeckt er das Shetlandpony als seine Lieblingsrasse, die damals finanziell hoch im Kurs standen.

Nach 1988 zog es ihn in den Norden. Er ließ sich mit Ehefrau Elisabeth in Setzin, 12 Kilometer westlich von Redefin nieder. Dort fand das Ehepaar Koch beste Bedingungen vor, um ihre Shetlandponyzucht auszubauen. Fortan prägte Gisbert Koch die Zucht der kleinen Ponys in Mecklenburg-Vorpommern und einige Jahre später in ganz Norddeutschland.

Zusammen mit Elisabeth hat sich der Jubilar in wenigen Jahren die größte und erfolgreichste Shetlandpony-Zuchtstätte aufgebaut. Sein Bestand umfasste zeitweise durchschnittlich 15 gekörte Hengste, 30 aktive Zuchtstuten und jährlich 20 bis 25 Fohlen. Wer an den Weiden in Setzin vorbeifuhr, zählte im Sommer 70-80 Shetlandponys in allen Farben, viele in gescheckter Jacke.

Kein Elitefohlenchampionat, keine Elitestutenschau und viele Hengstkörungen, bei denen Elisabeth & Gisbert Koch nicht mit Ponys vertreten waren und weiter sind. Vielfach fuhren sie mit hochprämierten Vertretern der Rasse nach Hause.

Auch an den Leinen ist Gisbert Koch Experte - hier in Mühlengeez bei einer Show im Vierspänner mit Holger Wulschner als Beifahrer. © Jutta Wego

Auch an den Leinen ist Gisbert Koch Experte - hier in Mühlengeez bei einer Show im Vierspänner mit Holger Wulschner als Beifahrer. © Jutta Wego

Sein erster gekörter Hengst in MV war der Elitehengst Whiteboy. Der 1990 geborene Schimmel (Winzer x Bento) vererbte sich durchschlagend und lieferte zahlreiche gekörte Söhne und Staatsprämienstuten. Der 1991 geborene Tigerschecke Maistern (Milord v.d. 3 Tannen x Freddy), der der Rasse Deutsches Partbred Shetland Pony angehörte, den Gisbert Koch zur Zucht kaufte, machte in Setzin ebenfalls eine einzigartige Zuchtkarriere.

Stets achtete der Züchter darauf, dass die Blutverwandtschaft nicht zu eng wurde und kaufte sich deshalb Hengste von anderen Züchtern hinzu. In den letzten Jahren vielfach auch aus den Niederlanden. Nachdem es in Redefin nicht mehr möglich war, baute Gisbert Koch in Setzin selbst eine Prüfstation für Hengste und Stuten.

Nicht nur als aktiver Züchter hat sich Gisbert Koch einen Namen gemacht. Seit 1994 ist er Vorsitzender der IG Shetlandpony im Land, leitete den Verein der privaten Hengsthalter und war Präsidiumsmitglied im Zuchtverband. Die IG hat er weit über die MV-Landesgrenze bekannt und groß gemacht. Man vertraut ihm, weil er als Führungspersönlichkeit und Praktiker selbst viel erreicht hat.

Zu den Redefiner Hengstparaden trommelt Gisbert jährlich seine Mitglieder für Schaubilder zusammen. Seit 30 Jahren verlost die IG Shetlandpony Fohlen bei den Paraden. 2025 konnte er stolz berichten, dass dabei bisher 131.000 Euro zusammengekommen sind. Der Erlös kommt ausschließlich dem Erhalt des Landgestüts zu Gute. Auch andere zentrale Ponyschauen im Landgestüt trugen in all den Jahren seine Handschrift.

Mögen dem Jubilar noch viele Jahre bei guter Gesundheit beschieden sein, auch zum Wohl der Ponyzucht in MV. (fw)

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