Züchter und Springreiter Theodor Schröder gestorben

Erschienen am 25.08.2022

Uns ereilte die traurige Nachricht, dass Theodor Schröder aus Penzlin ganz plötzlich im Alter von 68 Jahren gestorben ist. Besonders im Raum um Neubrandenburg kannte den Mann mit dem markanten Stoppelbart jeder Pferdemann. Stets fröhlich gelaunt, verbrachte er viele Jahre beruflich auf dem LKW. Nach familiärer Trennung lebte er in Penzlin allein mit seiner Mutter, die er in ihren letzten Jahren rührend pflegte. Zuletzt war es auch um seine eigene Gesundheit nicht gut bestellt und man sah ihn zunehmend weniger in der Öffentlichkeit. Am 7. August fand man „Theo“, so wurde er im Pferdekreisen genannt, tot in seinem Bett.

Theodor Schröder 2012 mit seiner Stute Pippi Lotta auf dem Turnierplatz in Neubrandenburg. © Jutta Wego

Theodor Schröder 2012 mit seiner Stute Pippi Lotta auf dem Turnierplatz in Neubrandenburg. © Jutta Wego

Landesweit bekannt wurde Theodor Schröder in den Seniorenspringen mit der Fuchsstute Pippi Lotta. Die Piment-Tochter hat er aus seiner Astor-Stute Angela II selbst gezogen. Von 1999 bis 2012 sammelte die Stute mit ihm und Ralf Gramenz (Groß Vielen), zu dem er eine enge Verbindung hatte, 224 Preisschleifen in A- und L-Springen. Auch an Landesmeisterschaften der Ü40 Reiter nahm The erfolgreich teil. Allein 66 Siege sind für die Stute bei der FN registriert, 50 davon mit Theo Schröder im Sattel. Bei den Turnieren in der Müritz-Region gehörte das Paar Theo Schröder & Pippi Lotta stets zu den Favoriten.

22 Fohlen hat Theodor Schröder gezogen. Fünf davon mit seiner Springstute Pippi Lotta. Bei den Anpaarungen nutzte er stets Redefiner Hengste. „Wir müssen doch unserem Landgestüt treu bleiben“, war seine Devise. Ein besonders gutes Verhältnis pflegte er zum Redefiner Gestütswärter Siegfried Schlünz, der seiner Zeit die Redefiner Deckstelle in Gr. Vielen leitete. Zu seinen Zuchtprodukten gehört auch der Halbblüter Junior von Ussuri xx, den er ebenfalls aus der Angela II gezogen hat. Ein besonders talentiertes Pferd, das er dem Berufsreiter Stefan Hentschel (Gr. Vielen) uneigennützig zur Verfügung stellte, obwohl er lukrative Kaufangebote für den Rappen hatte. „Der Junge hat dann ja kein S-Pferd mehr“, so Schröder.

So war Theodor Schröder, selbstlos, bodenständig, heimatverbunden und immer mit einem lustigen Spruch auf den Lippen. Die Pferdewelt in Mecklenburg-Vorpommern verneigt sich angesichts seines Todes vor einem liebenswerten Menschen. (fw)

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