Ehrenrichter Hans-Julius Schröder wurde 90

Erschienen am 10.02.2020

Am 9. Februar feierte Hans-Julius Schröder in Passow seinen 90. Geburtstag. Seit knapp zehn Jahren ist er Ehrenrichter im Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, immer noch agil und viel unterwegs. Seine Leidenschaft ist neben den Pferden das Autofahren. Im vergangenen Jahr hat er sich noch einem Führerscheintest unterzogen und bestanden!

Seit 1973 wirkte Hans-Julius Schröder als Richter (Dressur bis Kl. S) auf vielen Turnieren im einstigen Bezirk Frankfurt/Oder sowie dann später in den Landesverbänden Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, war Prüfer bei viele Abzeichenlehrgängen sowie für junge Reiter ein anerkannter Ausbilder und ein umsichtiger Turnierveranstalter.

Geboren in Welsow bei Angermünde wuchs er mit Pferden im landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern auf und musste mit ihnen in der Zeit der Bodenreform flüchten. In Passow fand der spätere Diplom-Landwirt ein neues Zuhause, wurde dort Bereichsleiter der LPG Pflanzenproduktion und begründete die Sektion Pferdesport. Die Stallungen wurden im schweren Winter 1978/79 gebaut.

Sein gesellschaftliches Engagement führte ihn mit 18 Jahren in die Ost-CDU. Als deren Mitglied wurde er im DDR-Staat nicht verschont und musste in der Zeit des Mauerbaus sogar neun Monate in dem Stasi-Gefängnis in Eisleben einsitzen. Doch als die politische Wende kam, übernahm Hans-Julius Schröder nicht nur Verantwortung in seiner Region, sondern gehörte im „Demokratischen Aufbruch“ 1990 zu den Abgeordneten der ersten freigewählten Volkskammer in der DDR. Für seine CDU-Fraktion setzte er sich im Ausschuss Landwirtschaft für die Belange der Bauern ein.

Der Vater zweier Töchter verstand es, in der Uckermark viele Leute und Betriebe für den Pferdesport zu begeistern. Über 30 Turniere organisierte Hans-Julius Schröder in Passow, wenige Kilometer vom Autobahndreieck Uckermark.  Das Schlosspark-Turnier in Schönow trug seine Handschrift und zuletzt engagierte er sich in Alt-Madlitz bei Frankfurt/Oder. „Als Ausbilder war er bestimmend, aber immer dem Reiter und Pferd gerecht“, lobt ihn die 23-jährige Johanna von Arnim. Ob als Richter und Prüfer in Bannemin (Usedom), Bismark oder in seinem Mecklenburger Verein in Krackow, dem er seit zehn Jahren angehört, stets war und ist er immer ein Mann der deutlichen Worte. Für seine Verdienste für den Pferdesport hat er nach dem Ausscheiden aus dem Richteramt die Ehrennadel des Landesverbandes MV in Silber erhalten.

Hans-Joachim Begall

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