Erschienen am 13.02.2026
Seit ganzes Leben hat Hans-Peter Ladig den Pferden gewidmet. © privat

Seit ganzes Leben hat Hans-Peter Ladig den Pferden gewidmet. © privat

Hans-Peter Ladig gestorben

Ein Reiterherz hat aufgehört zu schlagen. Wir erhielten die traurige Nachricht, dass der einstige erfolgreiche Springreiter und Ausbilder Hans-Peter Ladig, am 11. Februar im Alter von 77 Jahren gestorben ist. Acht Monate hat er gegen seine Krankheit gekämpft. Der Krebs hat ihn letztlich besiegt. „Pittig“ Ladig, wie ihn seine Freunde liebevoll nannten, ist in vertrauter Umgebung im Kreis seiner Familie friedlich eingeschlafen. Er hinterlässt seine Ehefrau Martina, mit der er 53 Jahre verheiratet war, die gemeinsamen Töchter Konstanze, Juliane und deren Sohn, seinen Enkel Can-Patrick.

Das ganze Leben des Bauern-Sohnes, der in Laage im ehemaligen Kreis Güstrow geboren wurde, drehte sich um Pferde. Sein Vater Bruno Ladig war Leiter der LPG im benachbarten Breesen. Vor allem die ältere Generation wird sich noch gut an ihn und sein reiterliches Wirken, vor allem in Holzendorf bei Prenzlau, erinnern.

In Laage, wo es zur Jugendzeit von Hans-Peter Ladig eine florierende Sektion Pferdesport gab, erwachte seine Liebe zu Pferden. Den diplomierten Agraringenieur und Pferdewirtschaftsmeister verschlug es der Pferde wegen zunächst in das Gestüt Ganschow, wo er in Alt Sammit Pferde ausbildete. Später ritt er unter der Leitung von Eberhard Wolter in Groß Vielen. Bis es ihn nach Holzendorf verschlug, wo Wilhelm Schröter als Betriebsleiter eine leistungsstarke Reitertruppe aufbaute.

In Holzendorf ritt Pitti Ladig zusammen mit Ralf Hechtner und Thomas Schröter. Hans-Peter Ladig war einer der Ausbilder des Sohnes von Wilhelm Schröter, der dessen Vermächtnis in Holzendorf fortsetzt. Thomas galt schon in frühester Jugendzeit mit der Grollus xx-Stute Grobana als besonders guter Stilist im Springsattel. Sein Freund Ralf Hechtner zog es später nach Plodda (Sachsen-Anhalt) wo er mit seinem Sohn einen Pferdehof betreibt.

In Holzendorf reifte Pitti Ladig, der auch mit Meisterschaftsmedaillen des ehemaligen Bezirks Neubrandenburg dekoriert ist, zu einem erfolgreichen S-Springreiter. Seine Ritte mit Abadier, Diagone und Filius, mit denen er auch in Polen im Gestüt Nowielice Erfolge erzielte, sind bei seinen älteren Reiterkollegen unvergessen. An der Organisation der großen Turniere mit internationaler Beteiligung in Holzendorf war er ebenfalls beteiligt. Im Wettstreit mit Janusz Bobik, dem späteren polnischen Landestrainer, oder Ralf Deutschmann (Schlagentin), einem der erfolgreichsten Nationenpreisreiter der DDR, sammelte er auf den eigenen Turnieren viele Schleifen. In Auswahlmannschaften des Bezirkes Neubrandenburg bei Zentralen Reit- und Fahrturnieren der Landsportler der DDR war Hans-Peter Ladig ebenfalls erfolgreich.

Als sich wegen der politischen Wende in Holzendorf, wo seine Töchter ebenfalls anfingen zu reiten, alles veränderte, musste sich Hans-Peter Ladig neue Betätigungsorte suchen. Zunächst war er im Berliner Verein „Onkel Toms Hütte“, später in einigen weiteren Reitvereinen als Reitlehrer tätig. Aus dieser Zeit waren es Pferde wie Mister Tiny, Aramis und Skai mit denen er Turniersporterfolge hatte.

Seit 2005 lebte er mit seiner Familie im oldenburgischen Cloppenburg, wo er als Ausbilder von Pferden und Reitern arbeitete. „Bis Mai 2025, als ihn die Diagnose Krebs ereilte, hat er täglich noch mehrere Pferde geritten“, sagt seine Tochter Juliane. Die Pferdewelt verliert in Hans-Peter Ladig einen besonders rührigen und engagierten Pferdemann. Unser aller Mitgefühl gilt seiner Familie. (fw)

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