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Benjamin Wulschner und Christina Thieme Landesmeister in der S-Klasse

,Beim 27. Landesturnier im Landgestüt Redefin wurden 17 Landesmeister ermittelt.

Die Landesmeister im Voltigieren, Dressurreiten und Springreiten 2016. Hintere Reihe v.r.n.l.: Denise Svensson, Benjamin Wulschner, Caroline Lass, Niklas Rieck, Nathalie Westphal, Johann Grewe, Charly Ann Wolf, Franziska Lass, Miriam Schlönvogt, Juliana Jakubiec, Gesine Jürgens, Christina Thieme, Berit Habermann. Vordere Reihe knieend v.r.n.l.: Christin Thomsen, Alina Roß, in blauem Dress das Juniorteam Rostock (Karolin Brüngel, Antonia Stein, Lea Kämpfert, Carla Eckard, Luco Brandt, Maria Stückmann) und Longenführerin Katja Banzet. Foto: Jutta Wego

(Redefin) Vier erfolgreiche Meisterschaftstage erlebten Voltigierer, Reiter und Besucher am Wochenende in Redefin. Die 2. Auflage dieser größten nationalen Veranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern im Landgestüt Redefin schloss nahtlos an die 1. Auflage im vergangenen Jahr an.

Benjamin Wulschner holte den Titel im Springreiten der Herren

Der 27-jährige Benjamin Wulschner aus Groß Viegeln nahm nach seiner Rückkehr aus Baden Württemberg erstmals an der Landesmeisterschaft teil, wurde auf Anhieb Landesmeister bei den Herren und auf Bangkok Girl PP Dritter im Großen Preis. Foto: Jutta Wego

51 Reiter-Pferd-Paare gingen in der Großen S-Tour an den Start. Im Großen Preis, ein sehr anspruchsvolles Zwei-Sterne-Springen, schafften nur vier Paare den Einzug in das Stechen. Der heißeste Titelaspirant, Heiko Schmidt (Neu Benthen), patze als letzter Starter des Umlauf mit dem gekörten und zuchtbewährten Hengst Chap (v. Cellestial) ausgerechnet am Sprung der Hengststation Schmidt. Die beiden ersten Wertungsprüfungen hatte er, wie im Vorjahr, gewonnen. Nachdem der Ire Eoin Ryan (Krummesse) mit Nelson eine fehlerfreie Runde vorgelegt hatte, wollte Benjamin Wulschner, 27-jähriger Sohn des Nationenpreisreiters Holger Wulschner, der zeitgleich zusammen mit André Thieme beim CSIO5* im schwedischen Falsterbo am Start war, unbedingt gewinnen.

Die beiden ersten Wertungsprüfungen hat Heiko Schmidt mit dem Hengst Chap gewonnen. In der Meisterschaft holte der Neu Benthener Silber. Foto: Jutta Wego

Den Landesmeistertitel hatte er durch den fehlerfreien Ritt im Umlauf schon sicher. Mit der neunjährigen Stute Bangkok Girl PP, die sich über dem Sprung fast zerriss, schlug Wulschner auf kurzen Wegen ein hohes Tempo an. Vielleicht zu hoch, denn am Aussprung der 1,50m hohen Kombination, die schon im Umlauf die Hauptfehlerquelle war, bekam er einen Fehler. Weil auch Holsteins Nationenpreisreiter Thomas Voß (Schülp) mit Wat nu einen Abwurf bekam (4. Platz), war Eoin Ryan der Sieg nicht mehr zu nehmen und hatte mit Pascalino sogar noch ein "Eisen im Feuer". Als letzter Starter war er nur auf Sicherheit bedacht, blieb fehlerfrei und belegte somit die Plätze 1 und 2, Benjamin Wulschner wurde Dritter. "Ich wollte im Stechen einfach zu viel", gestand Benjamin Wulschner nach dem Springen ein. "Dennoch bin ich höchst zufrieden und weiß, dass ich mit Bangkok Girl ein Pferd habe, das alle Höhen spielend bewältigt."

Die 36-jährige Christina Thieme hat ihren Landesmeistertitel im Dressurreiten in der S-Klasse aus dem vergangenen Jahr mit Dozent souverän verteidigt. Sie gewann überlegen alle drei Wertungsprüfungen der schweren Klasse. Foto: Jutta Wego

Den schnellsten Vier-Fehler-Ritt im Umlauf lieferte Nachwuchsreiter Christoph Maack (Kirch-Mummendorf). Der "Preis der Besten" Sieger wurde auf der Mecklenburger Stute Dyleen Fünfter, war aber, ebenso wie mit seinen anderen Pferden Freundchen und Derbys dream bei den Junioren und Jungen Reitern aus den Medaillenrängen heraus. In der Herrenklasse reichte es für Heiko Schmidt, der im Großen Preis Siebter wurde, aber noch zur Silbermedaille. Große Freude bei seinem einheimischen Publikum über die Bronzemedaille von Daniel Wascher (Redefin) mit dem 16-jährigen Mecklenburger Landgestütshengst Lamarco, der im Großen Preis ebenfalls vier Fehler hatte, an den Vortagen aber fehlerfrei blieb.

Denise Svensson holte den Damentitel im Springreiten nach Neu Benthen

Denise Svensson holte den Damentitel mit Cellestis nach Neu Benthen.Foto:Jutta Wego

Heiko Schmidt‘s Lebenspartnerin, die Schwedin Denise Svensson, holte sich auf der erst siebenjährigen Stute Cellestis den Titel bei den Damen. Die 1. Wertung, ein Zwei-Sterne M-Springen, hatte sie auf der Cellestial-Stute gewonnen, blieb auch in der 2. und 3. Wertung fehlerfrei und wurde im Stechen nur von Steffi Rauschenberg (Neubrandenburg) bezwungen, die das Finalspringen der Klasse S auf Quintina SR gewann. In der Meisterschaft nach drei Springen mit Birthe Makowei gemeinsam noch ohne Punkte, bekam die Gadebuscherin mit Questro im Stechen vier Fehler, während Denise Svensson strafpunktfrei blieb und sich den Titel vor Birthe Makowei holte. Bronze ging an Steffi Rauschenberg mit ihrer 12-jährigen Mecklenburger Stute Quintina SR.

Christina Thieme verteidigte ihren Titel in der S-Klasse der Dressurreiter

Die Medaillengewinner der S-Dressurreiter v.l. Ronald Lüders, Christina Thieme, Libuse Mencke. Foto: Jutta Wego

Das Redefiner Publikum hatte gleich doppelten Grund zur Freude. Christina Thieme, Schwester des dreifachen Derbysiegers André Thieme, Mutter von zwei Söhnen und von Beruf Lehrerin, hat ihren im Vorjahr errungenen Landesmeistertitel in der S-Klasse der Dressurreiter souverän verteidigt. Mit dem elfjährigen Wallach Dozent, der ihr von der befreundeten Familie Heidenreich zur Verfügung gestellt wird und den ihr Vater Michael Thieme ausgebildet und in den Sport brachte, hat sie alle drei Wertungsspringen mit 74,127%, 72,500% (St. Georg) und 72,456% (Inter I) gewonnen. Dazu die 36-Jährige: "Ich bin überglücklich, zumal die Konkurrenz aus dem eigenen Land und von außerhalb in diesem Jahr deutlich größer war als voriges Jahr."

Als ihr schärfster Konkurrent wurde im Vorfeld Ronald Lüders (Güstrow) gehandelt. Der Serienlandesmeister musste in den ersten beiden Wertungen auf der neunjährigen Stute Smilla Kunterbund mit dem 2. Platz Vorlieb nehmen und wurde in der 3. Wertung mit 70,570 Prozent Dritter. Bis dahin auf Rang 3 liegend, steigerte sich die Tschechin Libuse Mencke (Ganschow) in der Intermediaire I nochmal und holte sich mit dem 2. Platz (71,842%) auf dem neunjährigen Mecklenburger Syrio (wie Smilla Kunterbunt von Sancisco abstammend) die Silbermedaille.

Franziska Lass ist wieder in Mecklenburg und holte den Titel bei den Jungen Springreitern

Die Medaillengewinner der Jungen Springreiter v.l. Ludwig Jürgens, Franziska Lass, Christin Wascher. Foto: Jutta Wego

Die Altersklasse der Jungen Reiter war auch in diesem Jahr sehr dünn. Vorjahressieger Christoph Maack setzte auf Derbys dream, die ihn diesmal enttäuschte. In der Finalprüfung Klasse S gab er sogar auf. Nach den drei Wertungsprüfungen (zweimal M-Zwei-Sterne und S) mit je 16 Fehlerpunkten belastet, entschied die Rangierung in der 3. Prüfung über die Vergabe der Goldmedaille. Diese ging an die 20-jährige Franziska Lass aus Griebenow, die auf der neunjährigen Zara im Finale 4,6 Sekunden schneller war als Ludwig Jürgens aus Polzow auf dem 12-jährigen Adelino M. Die Reitweise des 17-Jährigen hat sich durch die Trainingsarbeit mit Ulf Ebel, dem Ehemann, seiner Cousine Anna Ebel-Jürgens, deutlich verbessert. Die Bronzemedaille blieb in Redefin und ging mit 20 Strafpunkten auf der Schimmelstute Sweet Peppina an Christin Wascher, die mit Queen Waltraut auch in der Großen S-Tour startete.

Nathalie Westphal sorgte bei den Jungen Dressurreitern für einen Redefiner Titel

Die Medaillengewinner der Jungen Dressurreiter v.l. Tanja Schneider, Nathalie Westphal, Anna Rindler. Foto: Jutta Wego

Sechs Paare starteten bei den Jungen Dressurreitern bis 21 Jahre. Mit einer Gesamtpunktzahl von 206,1 ging der Titel an Nathalie Westphal, eine Mitarbeiterin des Landgestüts. In den drei M-Dressuren, die auch für andere Reiter offen ausgeschrieben waren, erreichte die 19-Jährige, die auch im Springsattel zu Hause ist, mit dem zehnjährigen Ronaldo 69,55, 67,50 und 69,07 Prozent. Auf 202,2 Punkte (69,19, 67,70, 65,34 Prozent) kommt Tanja Schneider (PSV Phoenix) mit Fashion Week, die wie Nathalie Westphal von Michael Thieme trainiert wird. Das reichte zur Silbermedaille. Die Bronzemedaille ging an Anna Rindler vom Greifswalder Akademischen Reiterverein, die es mit Dhaulagiri auf 198,2 Punkte brachte (66,97, 65,39 und 65,88 Prozent).

Juliana Jakubiec behielt die Nerven und holte Gold bei den Springreiter-Junioren bis 18 Jahre

Die Medaillengewinner der Junioren A-Springreiter v.l. Lisa Hünemörder, Juliana Jakubiec, Lilli Plath. Foto: Jutta Wego

Nach dem Stilspringen sah alles nach einem Sieg von Lilli Plath (Poel) aus, die drei Tage zuvor 14 Jahre alt geworden ist. Mit Wertnote 9,0 gewann sie das Springen mit einem lehrbuchreifen Ritt auf Catoki’s del Sol und wurde auf Luna mit 8,8 Dritte. Dazwischen schob sich mit Wertnote 8,9 Juliana Jakubiec auf Don Wito, die in der Nähe von Stettin wohnt, für Polzow reitet und entscheidend von Rolf Günther trainiert wird. Seine Handschrift ist unverkennbar wenn die 18-Jährige im Parcours ist. Lilli Plath bekam auf beiden Pferden in der 2. Wertung (M*) ebenso Fehler wie Juliana mit Don Wito. Mit Alcira blieb die Poelerin aber auf Medaillenkurs und auch Juliana Jakubiec blieb auf Zweitpferd Bellacor ohne Fehler. Das Wiederholte sie im Finalspringen, während Lilli Plath mit Alcira patzte und auf den Bronzerang zurück fiel. Bellacor hingegen blieb wiederum fehlerfrei und verhalf Juliana Jakubiec damit zur Goldmedaille. Nach Wertnote 7,5 im Stilspringen und Rang 15 schienen die Messen für Lisa Hünemörder (Zierow) und Cesare bereits gesungen. Durch zwei sehenswerte Nullrunden auf der Vollschwester zu AFP’s Cosmic Blue in den beiden letzten Wertungen und den Fehlern der Konkurrenz rückte die 18-Jährige für sie selbst überraschend noch auf den Silberplatz vor.

Caroline Lass war der Konkurrenz bei den Dressurreitern der A-Junioren weit überlegen

Die Medaillengewinner der Junioren A-Dressurreiter v.l. Paulin Lutze, Caroline Lass, Anniek Boltjes. Foto: Jutta Wego

Schon mit zehn Jahren ritt sie von Erfolg zu Erfolg. Nun ist Caroline Lass aus Tempel bei Ribnitz-Damgarten, die für die RSG Wöpkendorf reitet, 13 Jahre alt und weiter gereift. Mit Wertnote 8,5 gewann sie auf dem Pony Westerhuis Jorik die Dressurreiterprüfung  und erhielt in den beiden anderen L-Dressuren Wertnoten von 7,7 und 7,8. Das sind in der Summe umgerechnet 240,00 Punkte, bedeuteten den Landesmeistertitel und die Goldmedaille. Paulin Lutze reitet für den RV Weitenhagen, startete auf Holsteins Nepomuk schwach in der Dressurreiterprüfung (WN 6,7) und schien damit schon fast aus den Medaillenrängen. Doch in der Trensen-Aufgabe Klasse L übertraf sie sich selbst, siegte mit 8,0, wurde in der Kandaren-Aufgabe hinter Caroline Lass mit Wertnote 7,6 Zweite und kam auf 223,00 Punkte. Das reichte am Ende zur Silbermedaille. Auf den Bronzerang, schon etwas abgeschlagen, folgt mit 209,00 Punkten die 17-jährigen Anniek Boltjes aus Kummer (PSV Phoenix) mit Don Guan, die vor allem in der Kandaren-Aufgabe Punkte einbüßte (WN 6,5).

Charlie Ann Wolf löst Anna-Chantal Burmeister bei den Springreitern bis 16 Jahre ab

Die Medaillengewinner der Junioren B-Springreiter v.l. Maria Linn Schnitzer, Charlie Ann Wolf, Annelen Heinrich. Foto: Jutta Wego

Wie bei Lilli Plath sah es nach zwei Wertungen bei den Junioren bis 16 Jahre auf Großpferden ganz nach einer Titelverteidigung der 14-jährigen Anna-Chantal Burmeister aus, die die beiden ersten Wertungen mit Honeur S gewann. Die Punktabstände waren aber gering und ein Abwurf im Finale ließ alle Träume zerplatzen und Tränen fließen. Das machte den Weg frei für die 13-jährige Charlie Ann Wolf aus Garz (Rügen) die für die RSG Wöpkendorf reitet. In allen drei Wertungsprüfungen mit der sehr sicher springenden Stute Lousianna fehlerfrei, entschieden 0,1 Punkte im Stilspringen (WN 7,8) gegenüber 7,7 von Maria Linn Schnitzer (Zierow) zu ihren Gunsten. "Ich kann das noch gar nicht glauben, dass ich Landesmeisterin bin", sagte Charlie Ann Wolf. Maria Linn Schnitzer saß im Sattel von Pringels und freute sich riesig über die Silbermedaille. Nach Ückermünde an die 16-jährige Annelen Heinrich, die auf Locke für den RSV Polzow reitet und ebenfalls in allen Wertungsprüfungen fehlerfrei blieb, ging die Bronzemedaille.

Miriam Schlönvogt entführt den Landesmeistertitel der B-Junioren Dressur nach Wusterhusen

Die Medaillengewinner der Junioren B-Dressurreiter v.l. Isabelle-Catharine Nebe, Miriam Schlönvogt, Thea Ehlers. Foto: Jutta Wego

In der Dressurreiterprüfung lag Isabelle-Catherina Nebe (RSV Neuendorf mit Leonie (WN 8,2) noch vor ihr. In der 2. Wertung (A-Dressur) hingegen eilte die 15-jährige Miriam Schlönvogt mit Patricia ihren Konkurrentinnen mit Wertnote 8,2 (nach 8,0 in der Dressurreiterprüfung) weit davon.I.-C.Nebe erhielt nur 7,0 gewann am Sonntag aber die L-Dressur mit 7,5 vor Miriam Schlönvogt (7,4). Mit 236,00 Punkten wurde die immer stärker werdende Miriam Schlönvogt vor Isabelle-Catherina Nebe (227,00 Punkte) Landesmeisterin. Thea Ehlers (SV Robinson Fleesensee) saß im Sattel von Sullivan kam auf Wertnoten von 7,5; 7,7 und 6,5 und erhielt mit 217,00 Punkten die Bronzemedaille.

Johann Grewe rettete auf Be Magic trotz vier Finalfehlern die Goldmedaille

Die Medaillengewinner der Pony-Springreiter v.l. Faye Marine Heuer, Johann Grewe, Henrike Heitmüller. Foto: Jutta Wego

Der 14-jährige Johann Grewe aus Rodenwalde, der zusammen mit Thomas Kleis trainiert und wie dieser für den RFV Gadebusch reitet, lag nach zwei Wertungen mit Zwei Pony in Front. Mit Be Magic hatte er das Stilspringen gewonnen. Immer sehr ehrgeizig zu Werke, kam der Schock im L-Springen am Sonntag, als er mit seinem ersten Pony AMD My Mighty Quinn als erster Starter ausschied. Nun hieß es mit Be Magic Nerven bewahren. Es fiel zwar eine Stange, dennoch hielt die Führung und mit 8,25 Punkten holte sich das Reitertalent, das auch unter der Aufsicht von Honorartrainer Heiko Strohbehn (Redefin) steht, den Landesmeistertitel. Mit 10,75 Punkten holte Faye Marine Heuer, die ebenfalls für Gadebusch im Sattel sitzt, im Stilspringen "nur" Achte wurde aber im zweiten A-Springen auf ihrem Schimmel Sünnschien fehlerfrei blieb. Im Finale gab es zwar auch vier Fehler, das reichte aber dennoch zur Silbermedaille. Bronze ging auf die Insel Rügen in den Verein von Paul Wiktor, der an diesem Wochenende zusammen mit Thomas Kleis beim CSI2* im polnischen Kolberg ritt. Henrike Heitmüller saß im Sattel der toll springenden Die Elfe, hatte im Stilspringen mit 6,9 etwas Rückstand und gewann die 2. Wertungsprüfung. Im Finale gab es auch vier Fehler und mit 11,75 Punkten die Bronzemedaille.

Mit Niklas Rieck gewann ein Junge die Ponykonkurrenz im Dressurreiten

Die Medaillengewinner der Pony-Dressurreiter v.l. Hanna Rehpenning, Niklas Rieck, Svea Buhrand. Foto: Jutta Wego

Unter den vier Teilnehmern bei den Pony-Dressurreitern war der 14-jährige Niklas Rieck aus Zarnewenz, der für den RV Carolinenhof/Pogez reitet, wie im Springen Johann Grewe, der einzige Junge. Wie Johann Grewe gewann er die Ponykonkurrenz und holte sich den Landesmeistertitel. Mit Donsagio war er seinen Konkurrentinnen in der Dressurreiterprüfung mit Wertnote 8,5 deutlich überlegen. In der 2. Wertung mit 7,3 eine leichte Schwäche und nur Dritter, gewann er die L-Dressur wieder mit Wertnote 7,7 und kam auf insgesamt 235,00 Punkte. Hanna Rehpenning (Kühlungsborn) reitet Springen und Dressur und hat ihr Pony Pebbels vM im Oktober 2015 zur Landeschampiones der Springponys geritten. Mit Wertnoten von 7,6; 7,7 und 7,6 (229,00 Punkte) kam die 13-Jährige auf den Silberrang. Bronze ging an Svea Buhrand (Hof Bohm) auf Diskaro, die in allen drei Wertungsprüfungen durchgehend Wertnote 7,3 erhielt und damit auf 219 Punkte kam.

Gesine Jürgens ließ nichts anbrennen und verteidigte den Ü40-Titel der Springreiter

Die Medaillengewinner der Ü40 Springreiter v.l. Franciscus van Amelsfoort, Gesine Jürgens, Mandy Hüsemann. Foto: Jutta Wego

Bei den Ü40 Amateuren waren nach den drei Wertungsspringen der Klasse L noch sechs Reiter ohne Fehler. Das erste Springen hatte Mandy Hüsemann (Groß Nemerow) mit Carl Hermann vor dem 66-jährigen Harald Heiden (Klein Labenz) auf Ladina gewonnen. Am Samstag war Harald Heiden erneut Zweiter und Titelverteidigerin Gesine Jürgens (Polzow) schob sich mit dem flinken und sicher springenden Ussandro an die Spitze, den sie selbst gezogen hat. Am Sonntag bei schwererem Parcours waren es immerhin noch elf die den Kurs fehlerfrei absolvierten. Im Stechen zeigte Gesine Jürgens der Konkurrenz die Hacken, siegte mit 33,64 Sekunden und verteidigte damit erfolgreich ihren Titel aus dem Vorjahr. Der 51-jährige Niederländer Franciscus van Amelsfoort, der für den SRV Dummerstorf reitet, blieb mit Caltair ebenfalls fehlerfrei und sicherte sich mit dem 2. Platz die Silbermedaille. Mit ihrem schnelleren Ritt, als Steffen Kuntzsch (Eldena) im Vorjahr Silber, holte sich die 41-jährige Mandy Hüsemann Bronze.

Berit Habermann holte den Dressurtitel der Ü40-Reiter nach Marlow

Die Jüngste mit 40 Jahren bei den Ü40 Reitern war Berit Habermann aus Marlow, die den Titel bei den Dressurreitern gewann.Foto:Jutta Wego

Berit Habermann aus Marlow war mit 40 Jahren die Jüngste unter den Ü40 Reitern. In der Dressur dieser Altersklasse gewann sie mit Stan zwei Wertungsprüfungen und kam am Ende auf 19,00 Punkte. In der 2. Wertungsprüfung musste sie den Redefiner Gestütsangestellten Elmar Wissling an sich vorbei ziehen lassen, der für den RV Waterkant Kühlungsborn reitet und die L-Dressur mit Clayton Cardoi gewann. Nach drei Wertungen hatte er 18,30 Punkte auf seinem Konto und holte sich die Silbermedaille. Bronze ging an Titelverteidigerin Claudia Geitel  vom SV Robinson Fleesensee auf Solemi.

Ellen Jordanow erhielt die Landesschärpe bei den Reitern mit Handicap

Bei den Reitern mit Handicap setzte sich die Wismaranerin Ellen Jornanow durch, die für den RSV Zierow reitet.Foto: Jutta Wego

Die Reiter mit körperlichem Handicap schlossen ihren Prüfungen bereits am Samstag ab. Zwei Wertungsprüfungen, inklusive einer Dressur-Kür mit Musik, hatten sie zu absolvieren. Nach der Addition beider Wertnoten lag die 24-jährige Ellen Jordanow aus Wismar in Front, die für den RSV Zierow reitet. Im Sattel des 12-jährigen Valerio wurde sie in der mit vier Teilnehmern besetzten Kür Zweite und erreichte insgesamt 15,55 Punkte. Claudia Reincke (Carolinenhof/Pogez) gewann mit Scenario die Standarddressur, kam auf 15,35 Punkte und wurde mit der Silbermedaille geehrt. 15,10 Punkte erreichte Annemarie Ondrusch vom RFV Krümmel mit Rusty, die damit Dritte wurde und Bronze erhielt.

Der Rostocker PSV triumphierte bei den Voltigiergruppen

Das Juniorteam vom Rostocker PSV mit Longenführerin Katja Banzet und den Turnern Karolin Brüngel, Antonia Stein, Lea Kämpfert, Carla Eckard, Luco Brandt und Maria Stückmann. Foto: Jutta Wego

Erstmals waren auch die Voltigierer beim Landesturnier dabei. Redefin mit seinen drei Reithallen macht es möglich. In der Turnierhalle, die gut besucht war, herrschte eine tolle Stimmung, wie man es allgemein bei den Voltis kennt. Die großen Sieger kommen aus Rostock. Katja Banzet führte ihr Juniorteam auf dem Pferd Kleiner Onkel mit den Turnern Karolin Brüngel, Antonia Stein, Lea Kämpfert, Carla Eckard, Luco Brandt und Maria Stückmann zum Sieg und zur Meisterschaft. Auf dem Silberplatz folgte ein weiteres Rostocker Team mit Longenführerin Kristin Thomsen und den Turnern Florentine Wolf, Lena Kuhlemanni, Karoline Jüdes, Ada Memmler, Johanna Bartz und Vivien Zenkra, die auf Demokrat turnten. Nicht weit von Rostock entfernt ging an das Team Stolteraa vom VRV Ostseeküste die Bronzemedaille. Mit Longenführerin Dajana Schult und dem Pferd Gajus turnten Julia Frenz, Thea Hildebrandt, Carolin Schmitz, Andreas Kühl, Anne Meyer, Isabell Grylla und Claudia Köster.

Christin Thomsen und Alina Roß holten die Einzeltitel im Voltigieren

Bei den Voltigieren gingen die Einzeltitel der Junioren an Alina Roß mit Longenführer Volker Roß (r.) aus Groß Quassow und bei den Senioren an Christin Thomsen (Rostocker PSV). Foto: Jutta Wego

Im Voltigieren wurden drei Titel vergeben. Neben den Gruppen auch im Einzelturnen für Senioren und Junioren. Bei den Senioren ging der Meistertitel an Christin Thomsen vom Rostocker PSV. Mit Longenführer Silvio Verführt turnte sie auf Agricola. Tony Brummer (Grevesmühlen) holte sich auf Lord Winne mit Longenführerin Carmen Feldt die Silbermedaille. Für sein langjähriges Engagement im Voltigiersport wurde Silvio Verführt bei der feierlichen Meisterehrung vom Präsidenten des Landesverbandes, Dr. Burkhard Dittmann, mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.

Dr. Burkhard Dittmann zeichnete Silvio Verführt, in Redefin Longenführer bei Christin Thomsen, für seine langjährigen Verdienste um den Voltigiersport im Land mit der Ehrennadel des Verbandes in Silber aus. Foto: Jutta Wego

Bei den Junioren ging der Titel nach Groß Quassow an Alina Ross mit Longenführer Volker Ross und dem Pferd Domani. Silber holte Kevin Jürgens (Grevesmühlen) unter Leitung von Carmen Feldt, der wie Tony Brummer auf Lord Winnik turnte. Auch eine Bronzemedaille wurde vergeben. Diese ging an Charlott Köpnick vom ZRFV Wusterhusen auf Ravel und Peggy Köpnick an der Longe.

 

Sehr harmonische Meisterschaftstage

Am Finalnachmittag war auch Schirmherr Dr. Till Backhaus anwesend und gartulierte bei der Meisterehrung die Medaillengewinner wie hier Charlie Ann Wolf. Foto: Jutta Wego

Lobende Worte fand vor dem Großen Preis Schirmherrn Dr. Till Backhaus (SPD), Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern. "Ich möchte der Ausrichtergemeinschaft um Sven Strauß, Enrico Finck und Stephan Schulz meinen ausdrücklichen Dank aussprechen,die auf eigenes wirtschaftliches Risiko ein hervorragendes Event abgeliefert haben ", so der Minister. Und weiter: "Das Landgestüt, in das wir bis Ende des Jahres 25 Millionen Euro investiert haben werden, steht für die Einheit von Zucht und Sport im Land. Und da gehören Veranstaltungen wie diese, bei der unsere Reiter um Landesmedaillen kämpfen, ganz selbstverständlich dazu. Ich erwarte auch von unseren Mitarbeitern, und das tun sie ja auch, dass sie sich engagiert in diese Veranstaltung einbringen."

Der RSV Polzow war bei den Meisterschaften mit 2 Titeln und 2 weiteren Medaillen besonders erfolgreich. Luise Jürgens, die Schwester von Ludwig Jürgens ist ein besonderer Fan des Vereins. Foto: Jutta Wego

1.550 Nennungen machten das 27. Landesturnier zu einer wahren Mammutveranstaltung. Die erstmalige Einbeziehung der Voltigierer war ein deutlich belebendes Element. Inklusive Voltigieren gab es 66 Entscheidungen. 17 Landesmeister wurden bei der großen feierlichen Abschlussparade am Sonntag durch den Präsidenten des Verbandes, Dr. Burkhard Dittmann und Minister Backhaus geehrt. Wo man auch hinhörte, wurden die Top-Bedingungen hervorgehoben. Was den Zeit Fond betrifft, ist die Veranstaltung aber sicher am oberen Limit angekommen und erfordert neue Überlegungen.

Die feierliche Abschlussparade, mit den Voltis vorweg, wurde angeführt von Hans-Joachim Begall, Geschäftsführer des Verbandes. Foto: Jutta Wego

"Ich bin sehr zufrieden über den Verlauf der Meisterschaftstage", sagte Turnierleiter Sven Strauß. "Wir hatten hervorragenden Sport bei den Spring- und Dressurreitern. In der Voltigierhalle, die gut besucht war, herrschte tolle Stimmung. Dennoch haben wir schon Ideen, wie wir die 3. Auflage des Landesturniers in Redefin im nächsten Jahr noch besser machen können." (Franz Wego)

Porträts von Titelträgern:

Benjamin Wulschner und Christina Thieme. Fotos: Jutta Wego

Denise Svensson (l.) und Gesine Jürgens. Fotos:Jutta Wego

Nathalie Westphal (l.) und Franziska Lass. Fotos: Jutta Wego

Miriam Schlönvogt (l.) und Juliana Jakubiec. Fotos: Jutta Wego

Niklas Rieck mit Minister Backhaus (l.) und Johann Grewe. Fotos: Jutta Wego

Die Medaillenverteilung beim 27. Landesturnier in Redefin.

Die Ergebnisse der Springprüfungen im Überblick.

Die Ergebnisse der Dressurprüfungen im Überblick.

Die Ergebnisse im Voltigieren im Überblick.

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