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Jahresanalyse 2010 der erfolgreichen Pferdesportler in Mecklenburg-Vorpommern 2010
866 Reiter und Fahrer 2010 mit LPO-Erfolgen

 

André Thieme steht nach Ranglistenpunkten erneut an der Spitze. 70 Pferdesportler mit Erfolgen in Klasse S.

 

André Thieme hat seine Spitzenposition halten können, die er im letzten Jahr erstmals einnahm und Holger Wulschner auf Rang zwei verdrängt hat. Foto: Jutta WegoFür das Turnierjahr 2010 haben wir wieder eine Erfolgsstatistik der Reiter und Fahrer aus Mecklenburg-Vorpommern erstellt. Sie kann nicht komplett sein, weil der Bereich der Wettbewerbe nach Wettbewerbsordnung (WBO) statistisch nicht erfasst ist.

Aus Tabelle 1 wird ersichtlich, dass der Turniersport in MV, was die Turniererfolge betrifft, nur unwesentliche Unterschiede zum Vorjahr aufweist. Die Zahl der platzierten Reiter und Fahrer ist mit 866 zu 869 im Jahre 2009 fast konstant geblieben. Auch die Gesamtplatzierungen (10.673) weicht nur um zwei gegenüber 2009 ab. Auffallend allerdings, dass es 100 Siege mehr gibt (1.746 zu 1.650), die in erster Linie aus Erfolgen außerhalb unseres Bundeslandes in hören Klassen resultieren. Zu erkennen am gewaltigen Preisgeldanstieg um mehr als 125.000 Euro. Mit einer Gesamtgewinnsumme von 833.091 Euro (962 Euro im Schnitt aller erfolgreichen Sportler) nähern wir uns allmählich der Millionengrenze. 1994 betrug die Gesamtgewinnsumme noch 526.256 Euro.
Auch die Zahl von 70 erfolgreichen Pferdesportlern in Klasse S im Land, die zusammen auf 980 S-Erfolge kommen, ist der Beweis dafür, dass es im Spitzenbereich, auf breiteren Schultern, einen weiteren Aufschwung gegeben hat. Ausgewertet wurden die Erfolge des „Jahrbuchzeitraums“ (01.10.2009 bis 30.09.2010).
Die Erfolge in Basisprüfungen, haben wir diesmal so angegeben, wie von der FN bezeichnet (ohne Klasse). Die Zahl 98 Platzierungen (Spalte o.Kl.) sagen uns, dass es nur wenige Reitpferde-, Gewöhnungs- und Eignungsprüfungen im Land gibt. Klasse E enthält nur die E-Wettbewerbe, die nach LPO ausgeschrieben wurden. In den Klasse A bis M sind die Zahlen der Platzierungen ähnlich der der letzten Jahre.
Weiter zugenommen haben die Erfolge unserer Pferdesportler außerhalb des Landes. Darüber haben wir Sie regelmäßig unterrichtet. Vor allem die Platzierungen und Siege im benachbarten Brandenburg und in Niedersachsen sprachen für die hohe Qualität, vor allem des Springsports, in MV.
Der Springsport ist nach wie vor der Motor des Pferdesports in unserem Land. Sieben Leistungsklasse 1 Reiter und mit André Thieme, Holger Wulschner sowie Heiko Schmidt drei Bundeskader, sprechen eine deutliche Sprache.
 
Hans-Georg Schröder hat auch die Saison 2010 mit schönen S-Erfolgen abgeschlossen und liegt in der FN-Rangliste ausgewählter internationaler Turniere auf Rang zwei. Springsport nimmt 75% ein
 
Eine interessante Aussage geben die Anteile der einzelnen Disziplinen am Gesamtplatzierungsbestand. Sie spiegeln deren Entwicklung wider.
7.980 Platzierungen im Springen (Vorjahr 8.130) entsprechen einem Anteil von 74,8% (2009/76,2%; 2008/75,9%; 2007/76,5%; 2006/75,0%). Beim Preisgeld beträgt der Springanteil 85,8% (2009/86,3%; 2008/88,4%; 2007/88,9%). Immerhin 51 Springreiter können S-Erfolge aufweisen. Sie kommen zusammen auf 828 Platzierungen. Thomas Kleis (Schloss Wendorf) hat mit 101 die meisten S-Erfolge.
Die Dressur nimmt leider weiter ab und hat nur noch einen Platzierungsanteil von 15,8% (2009/16,7%; 2008/17,1%; 2007/17,6. Der Anteil am Gewinngeld (76.347 Euro) ist mit 9,2% allerdings gestiegen (2009/8,2%; 2008/7,1%). Das ist vor allem ein Verdienst von Ronald Lüders, der es auf 50 S-Platzierungen brachte. Insgesamt haben 13 Dressurreiter S-Erfolge, sechs von ihnen jeweils nur eine Platzierung.
Von oben: André Thieme, Anna Jürgens, Ronald Lüders, Andreas Brandt, Ronny Sauer. Fotos: Jutta WegoDie Fahrer konnten ihren Platzierungsanteil (751) auf glatte 7,0% deutlich steigern (2009/5,2%; 2008 (4,6%; 2007 4,8%). Sie kommen damit auf ein Preisgeld von 30.038 Euro, was einem Anteil von 3,6% entspricht (2009/3,3%, 2008/3,5%; 2007 2,9%). Die S-Platzierungen von Championatskader Hans-Georg Schröder (Anklam) und Tim Dallmann (Blankensee) haben ganz bedeutend zu diesem Ergebnis beigetragen.
Die Vielseitigkeitsreiter haben es, nur in dieser Sparte, auf 245 Platzierungen gebracht. Das entspricht einem Anteil von 2,3% und ist wieder eine kleine Steigerung (2009/2,1%; 2008/1,7%, 2007/1,1%). 11.342 Euro Preisgeld sind ein Anteil von 1,4% (2009/1,6%; 2008/1,0%; 2007/0,7%).
 
Weniger Nachwuchsreiter
 
Mit 74 Jahren der älteste erfolgreiche Pferdesportler des Landes war auch 2010 der Schwaaner Springreiter Walter Burmeister, der es, inklusive der Erfolge auf Veteran-Jumping-Riders-Turnieren (VJR), auf 21 Platzierungen brachte (Vorjahr 22). Sechsmal war er sogar noch in Klasse M erfolgreich. Nur ein Jahr jünger ist Hans-Joachim Thamm (Woldegk), der sich in Fahrprüfungen sechsmal platzieren konnte (darunter drei Siege).
Das Küken, also die jüngste Reiterin mit LPO-Erfolgen, war 2010 Hanna Hünemörder aus Stoffersdorf, die für den RSV Zierow reitet und mit ihren zehn Jahren drei A-Platzierungen hat. Jeweils elf Jahre sind Jil Wingenroth, Arkona (17 Platzierungen), Lotta Schroeder, Dersekow (4), Anniek Anne Boltjes, Kummer (4) und Tanja Schneider, Below (3).
Mit 12 Jahren ritten 2010 folgende Pferdesportler in die Platzierungen von LPO-Prüfungen: Brit Dallmann, Woldegk (19 Platzierungen im Fahren), Christin Wascher, Redefin (23), Lisa Hünemörder, Stoffersdorf (12), Lena-Renee Klakow, Stülow (4), Ludwig Jürgens, Polzow (1) und Sarah Marquardt, Polzow (1). Gerade die jungen Reiter und Fahrer haben aber auch zahlreiche Erfolge in Wettbewerben nach WBO.
17 Reiter und Fahrer mit Erfolgen waren 60 Jahre und älter (2009/13; 2008/14; 2007/12; 2006/13). Waren es 2004 noch 44 erfolgreiche Pferdesportler zwischen 50 und 60 Jahre, so zählen wir  diesmal 71 (2009/70; 2008/58; 2007/58). Der Altersklasse 40 bis 50 Jahre gehören 147 Pferdesportler an (2009/146; 2008/138; 2007/127; 2006/115.
Damit waren 2010 insgesamt 235 erfolgreiche Pferdesportler 40 Jahre und älter (2009/229; 2008/210; 2007/197; 2006/178). Das entspricht einem Anteil von 27,1% zu allen erfolgreichen Pferdesportlern des Landes. Die Zahlen der Vorjahre (2009/26,4%; 2008/24,6%; 2007/23,1%; 2006/21,0%) zeigen, dass die älteren Pferdesportler im Land einen kontinuierlich größer werdenden Anteil einnehmen.
412 erfolgreiche Pferdesportler in der „Reiterklasse“ (22 bis 39 Jahre) bedeuten ebenfalls einen deutlichen Anstieg (2009/376; 2008/342; 2007/356). Dagegen ist die Zahl der erfolgreichen Reiter bis 21 Jahre weiter dramatisch gesunken. Nur noch 219 junge Pferdesportler im Alter bis zu 21 Jahren hatten 2010 Erfolge (2009/264; 2008/302; 2007/298; 2006/330). Seit 2006 verzeichnen wir somit einen Rückgang bei den Nachwuchsreitern von dramatischen 33,6%, eine beängstigende Entwicklung. Pferdesportler dieser Altersklasse machen nur noch 25,3% aus (2009/30,4%; 2008/35,4%).
Die Rangierungen in den Tabellen der einzelnen Disziplinen und Altersklassen haben wir wieder nach Ranglistenpunkten (RLP) vorgenommen. Die Gewinnsummen sind ebenfalls ausgewiesen. Der Spalte „Gewinn“ folgt die Gesamtzahl an Platzierungen (Platz.), die Gesamtzahl an Siegen (Siege) und die Zahl der Platzierungen in den einzelnen Klassen. Die letzte Spalte weist die Anzahl der Pferde aus, mit denen die Reiter oder Fahrer Erfolge hatten. Am Fuß der Tabellen steht die Gesamtzahl der Pferdesportler der jeweiligen Disziplin bzw. Altersklasse, die Erfolge in LPO-Prüfungen aufweisen. Aus Platzgründen konnten wir nur die jeweils 20 Besten (Springen 30) in den Tabellen veröffentlichen. Wer sich für die Gesamtrangierungen aller Pferdesportler in den einzelnen Disziplinen interessiert, kann sich bei Horse Media Wego melden (Tel. 038208/13800) oder schaut bei www.hippothek.de unter „Nachrichten“ nach.
 
Stabile Spitzenpositionen
 
Bei den Springreitern (Tabelle 2) hat André Thieme (Plau) die Führung behauptet, die eVon oben: Hans-Georg Schröder, Tim Dallmann, Lara Bergmann, Monique Schröder, Philipp Makowei. Fotos: Jutta Wegor 2009 erstmals von Holger Wulschner (Groß Viegeln) übernommen hat. Dazu haben seine Erfolge in den USA wesentlich beigetragen. Auf den ersten vier Plätzen hat sich gegenüber dem Ranking 2009 nichts geändert. Der Anteil an S-Platzierungen ist bei André Thieme von 56,9% (2009) auf 64,6% gestiegen. Seine bedeutendsten Erfolge waren die Siege in den Drei-Sterne-Springen in Ocala/USA (Caesar), Saugertiers/USA (Aragon Rouet) und im Nationenpreis von Sopot (Aragon Rouet). Holger Wulschner hatte seine bedeutendsten Siege in Chernyakhovst/RUS (Rabea), Neu Münster (Cefalo) und beim Vier-Sterne-Grand Prix in Sommerstorf (Leontes).
Wenn er den Landesmeistertitel auch an Roland Volkmann (Redefin) abgeben musste, war Ronald Lüders (Kempke Hof) doch auch 2010 wieder das Maß aller Dinge unter den Dressurreitern (Tabelle 3). 50 Platzierungen allein in Klasse S und insgesamt 54 erste Plätze sind seine beeindruckende Bilanz. Dabei wiegen die Siege auf dem Hengst Sancisco im Grand Prix und Spezial in Isernhagen besonders schwer. Auf Rang 2 befindet sich diesmal eine Reiterin, die viele gar nicht kennen. Katarzyna Milczarek ist Polin und reitet für den RFV Krackow im Uecker-Randow-Kreis. In Bremen, Leipzig und Hagen war sie mit ihrem Pferd Ekwador in Grand Prix, Spezial und Kür auf den Plätzen eins und zwei zu finden.
In der Vielseitigkeit (Tabelle 4) kam auch in diesem Jahr keiner an Andreas Brandt vorbei. 54 Platzierungen in diesem Bereich ist viel. Die Erfolge in den internationalen Vielseitigkeitsprüfungen von Wahlsdorf-Liepe (2. Platz), Birstein (3.) und Sahrendorf (1.), sowie beim Bundeschampionat in Warendorf (4.) schlagen für ihn besonders zu Buche. Stephan Donst und Martina Reemtsma folgen mit gehörigem Abstand.
Der Fahrsport (Tabelle 5) hat an der Spitze weiter an Dynamik gewonnen. Das Ranking haben wir nach Gewinnsumme vorgenommen, weil die angegebenen Ranglistenpunkte bei Zwei- und Vierspännern an die Pferde gehen und für den Fahrer (mit Ausnahme von Einspännerprüfungen) deshalb unverhältnismäßig hoch wären. Hans-Georg Schröder nimmt mit seinen spektakulären Erfolgen bei internationalen Fahrturnieren erneut die Spitzenposition im MV-Ranking ein. Der Championatskader ist in Absprache mit dem Bundestrainer das Jahr über dosiert gefahren. Der Sieg im ersten Nationenpreis von Riesenbeck war sicher ein besonderer Erfolg. Die zweite Position im Ranking hat sich Tim Dallmann mit seinen Lewitzer Ponys erkämpft. Die Siege in Wilsdruff, Schildau, Alfhausen, alle in Klasse S, haben wesentlich dazu beigetragen.
Die Erfolgsstatistik für den Bereich Basis- und Aufbauprüfungen (BA) (Tabelle 6) lässt die Intensität erkennen, mit der sich Reiter der Ausbildung junger Pferde widmen. - Eine Arbeit, die nicht hoch genug gewürdigt werden kann. Deshalb werten wir diesen Bereich jedes Jahr getrennt aus. Züchter, die Pferde in Beritt geben wollen, sollten sich diese Tabelle gut ansehen. Die Auswertungsspalten entsprechen denen aller Prüfungen, haben am Ende nur jeweils die Buchstaben AB (Basis und Aufbau).
Die drei Nachwuchsreiterklassen (Tabelle 7 bis 9) sehen bei den Ponyreitern Lara Bergmann (Poel) an der Spitze vor Franziska Lass (Griebenow) und den Ponyfahrer Otto Schmicker (Dabel). Vier Fahrer befinden sich unter den Ponysportlern, die wir nach Ranglistenpunkten eingeordnet haben, weil es alles Erfolge im Einspänner sind. Die Spalte nach dem Geburtsdatum gibt die Disziplinen an, in denen die Sportler Erfolge hatten.
Einen Sieg „mit Weile“, wie man im Rennsport sagt, feiert die 17-jährige Monique Schröder im Ranking der Junioren. Ihre Überlegenheit gleicht der von Ronald Lüders in der Dressur, spiegelt aber auch die Situation im Spitzenbereich dieser Altersklasse wider. 12 ihrer 25 Erfolge hat Monique in S-Springen mit Calimero erzielt. Die Ponyerfolge sind bei den Junioren mit eingeflossen, zu sehen am Ergebnis von Lara Bergmann als zweitbeste Juniorin.
Bei den Jungen Reitern gibt es an der Spitze ein starkes Fünferfeld, angeführt wie im letzten Jahr von Philipp Makowei (Gadebusch). Als Berufsreiter war er auf Turnieren der Aktivste und hat es auf 82 Platzierungen gebracht, 14 in Klasse S. Mit jeweils 15 S-Erfolgen folgen Janin Stechow (Steffenshagen) und Sven Sternekieker (Reez).   (Wego)

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