Ganschow: Norello, Diamantfee und Paline waren die Besten in der Stationsprüfung

Erschienen am 06.05.2026

Am 5. Mai nahmen im Gestüt Ganschow 20 Pferde am Abschlusstest einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung unter Leitung von Rene Mencke teil. Ende 2024 hat Rene Mencke auch die Leitung des traditionsreichen Gestüts von seinem Vater übernommen.

Das Lot der 20 Prüfprobanden teilte sich in neun Stuten (8 Mecklenburger, 1 Trakehner), darunter sechs dreijährig und zwei vierjährig, sechs vierjährige Hengste und Wallache (3 Trakehner, 2 Hannoveraner, 1 Mecklenburger), sowie vier dreijährige Haflingerstute. Die Haflingerstuten kamen alle vom renommierten Haflingergestüt Kreikenbohm aus dem holsteinischen Padenstedt. Alle anderen Pferde stellte das Gestüt Ganschow selbst aus und von 15 Pferden auch Züchter.

 

ewertet wurden die drei Grundgangarten Trab, Galopp und Schritt, sowie die Technik (Manier) und das Vermögen am Sprung durch Richter und Trainingsleiter. Der Trainingsleiter und ein Testreiter (im Wechsel Andreas Brandt und Hannes Prehl) vergaben Wertnoten für die Rittigkeit. Der Trainingsleiter zusätzlich auch für das Interieur der Pferde. Gemäß Richtlinie bekommen Ponys, in diesem Fall die geprüften Haflinger, zusätzlich auch von den Sachverständigen Richtern eine Rittigkeitsnote. Nach einem vorgegebenen Bewertungsschlüssel wird daraus die Endnote ermittelt.

Von den 20 Pferden erreichten vier in der Endnote den magischen Schwellenwert von 8 und besser, was verbal „gut“ bedeutet. Die höchste Endnote (8,49) erhielt der vierjährige Trakehner Hengst NORELLO. Ein Rappe, den Kerstin Bayerl in Zwickau mit Freiherr von Stein aus der Nimoe vom Elitehengst Distelzar x Latimer gezogen hat. Ein Hengst mit geradezu perfekter Rittigkeit, der mit 9,75 dem „ausgezeichnet“ sehr nahe kam. Das ließ er auch mit großer innerer Gelassenheit erkennen, die sich im Interieur mit Note 9,33 ausdrückt. Von den drei Grundgangarten glänzte vor allem der Galopp (8,63). Im Schnitt erreichten die Grundgangarten 8,13 Punkte. Für einen dressurbetonten Hengst war das Springen mit 7,38 auch zufriedenstellend.

Siegerin bei den Stuten wurde die dreijährige Mecklenburgerin Diamantfee die das Gestüt mit Donaudiamant aus der Santafee von Sir Galanto gezogen hat. Sie wurde am Prüfungstag auch eingetragen und Prämienanwärterin. © privat

Siegerin bei den Stuten wurde die dreijährige Mecklenburgerin Diamantfee die das Gestüt mit Donaudiamant aus der Santafee von Sir Galanto gezogen hat. Sie wurde am Prüfungstag auch eingetragen und Prämienanwärterin. © privat

Die dreijährige DIAMANRFEE wurde mit Endnote 8,08 Siegerin unter den Stuten. Das Gestüt Ganschow hat die braune Mecklenburgerin mit Donaudiamant aus der Santafee von Sir Galanto x Black Magic Boy/T. gezogen. Mit Wertnote 7,75 für die Grundgangarten und 7,50 für das Springern, kann die Stute als doppeltveranlagt bezeichnet werden. Mit 8,75 verfügt auch sie über hohe Rittigkeitsmerkmale. Diamantfee wurde am Prüfungstag auch in das Mecklenburger Zuchtbuch aufgenommen und erhielt mit ihren Eintragungsnoten die Prämienanwartschaft.

Nur um 0,03 Punkte verfehlte die dreijährige Mecklenburger Stute DONAUMONA ein glattes „gut“. Die dunkelbraune Stute beendete die Prüfung mit Endnote 7,97. Die im Gestüt Ganschow gezogene Donauschall-Tochter ist mit einer 8,0 in den Grundgangarten eher für das Dressurviereck bestimmt. Gleichwohl hat sie ihre Aufgabe am Sprung mit 7,25 ordentlich gemacht. Aus der Goldmona von Goldschmidt/T. x Dramatiker/T. gezogen, verfügt auch sie mit 8,50 über hohe Rittigkeitswerte. Auch Donaumona erhielt bei der Stutbuchaufnahme die Prämienanwartschaft.

Die höchste gewichtete Endnote unter den Haflingerstuten erreichte mit 8,15 PALINA. Sie wurde in Padenstedt mit liz Abendwind aus der Pellina II von Elite Wirbelsturm-P x Barolo gezogen. Im Schritt mit 7,0 eher etwas begrenzt, ist der Galopp mit 8,25 umso ergiebiger. Auch im Trab gab es ein „gut“ (8,0) und am Sprung glänzte Paline mit 8,25 im deutlich guten Bereich. (fw)

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