Baborówko CAIO4*: Mario Schildt im deutschen Team Zweiter im Nationenpreis
Erschienen am 28.09.2025
Nationenpreissieger bei den Vierspännern wurden die Fahrer aus Australien. Bei den Zweispännern konnte das deutsche Team den Nationenpreis gewinnen.
Für den 15-fachen Landesmeister Mario Schildt aus Nieköhr gab es am Wochenende die nächste internationale Bewährungsprobe. Bundestrainer Karl-Heinz Geiger hat ihn zusammen mit Christoph Sandmann, dessen Tochter Anna Sandmann und Rainer Duen, für die Vierspännerprüfung des Offiziellen-Vier-Sterne-Turniers (CAIO4*) im polnischen Baborówko (28km nordwestlich von Poznan) nominiert. Es gab auch eine internationale Zweispännerprüfung an der die Deutschen Sandro Koalik, Torsten Koalik (beide Drebkau), Ulrich Schmidt (Ascheberg), Dennis Schneiders (Rieste) und Lars Schmitte (Stadtlohn) teilnahmen.
Einen Start-Ziel-Sieg fuhr der Australier Boy Exell beim CAIO4* in der Kombi der Vierspänner ein. © KaLo
Bei Marion Schildt lagen fahrerisches Können und Pech dicht beieinander. Der Mecklenburger, international noch nicht so bekannt, musste in der Dressur mit den Pferden Edje, Chico’s Boy, Gam Boy und Million`s Boy als Erster an den Start, sicher kein Vorteil. Klarer Sieger der Dressur wurde der fünfmalige australische Weltmeister Boyd Exell, gefolgt von Christoph Sandmann und Exell’s Landsmann Tor Van Den Berge.
Christoph Sandmann aus Lähden fuhr in Der Kombi hinter den beiden Australiern auf den 3. Platz. © KaLo
Gleich im ersten der 8 Hindernissen auf der 8.240m lange Marathonstrecke riss bei Mario Schildt ein Strang vom Ortscheid, was beide Beifahrer zum Absitzen und zum Beheben des Schadens zwang. Damit waren zu den Strafpunkten für Absitzen wertvoll rund 90 Sekunden verloren. Sie konnten aber weiterfahren und absolvierten die folgenden sieben Hindernissen mit den sechs- bis neunbesten Zeiten. Den Sieg holte Anna Sandmann nach Deutschland. Boyd Exell wurde Zweiter und führte die Konkurrenz mit 7,63 Punkten vor Anna Sandmann weiter an.
Im abschließenden Hindernisfahren mit 29 Kegelpaaren und einem verlangten Tempo von 240m/Min. demonstrierte Mario Schildt sein Können und platzierte sich mit nur 7,09 Strafpunkten auf dem 6. Platz. Die Plätze 2 bis 6 trennten nur 1,89 Punkte. Boy Exell siegte mit 2,66 Zeitstrafpunkten und gewann auch die „Kombi“ haushoch mit 142,18 Punkten. Anna Sandmann, die im Gelände ebenfalls etwas Pech hatte, fuhr im Hindernisfahren mit 5,20 Strafpunkten auf den 2. Platz und fiel in der Gesamtwertung mit 172,01 Punkten auf den 4. Platz zurück. Der Australier Tor Van Den Berge wurde in der „Kombi“ mit 161,13 Punkten Zweiter. Christoph Sandmann fuhr mit 163,32 Punkten auf den 3. Platz. „Mit dem 8. Platz endete die Kombi für uns am Ende versöhnlich“, sagt Mario Schildt.
Mario Schildt nach Platz 6 im Kegelfahren Achter und wurde zusammen mit Christoph und Anna Sandmann Zweiter im Nationenpreis. © KaLo
Der Bundestrainer hatte ihn zusammen mit Christoph und Anna Sandmann für den Nationenpreis nominiert, in dem das deutsche Team mit 330,86 Punkten Zweiter wurde. Der Sieg ging mit 303,31 Punkten nach Australien. Die tschechischen Fahrer wurden mit 401,84 Punkten Dritte.
Bei den Zweispännern gewann der Niederländer Bram Chardon die Dressur vor dem Polen Rafal Woitacha und Emma Olsson, Schweden. Die Marathonfahrt sicherte sich der Deutsche Dennis Schneiders aus Rieste vor dem Polen Bartosz Klups. Platz 3 ging an den Amerikaner Vernon Helmuth mit Felix Dallmann aus Friedland als Beifahrer. Vor dem abschließende Kegelfahren führte Bram Chardon. Im Hindernisfahren gingen Sieg und Platz nach Deutschland. Mit nur 0,32 Zeitstrafpunkten siegte Lars Witte aus Stadtlohn vor Dennis Schneiders, der einen Kegel traf (3,0). Bram Chardon hatte zwei Kegelfehler, dennoch gewann er mit 153,33 Punkten die Kombinierte Prüfung ganz knapp vor Dennis Schneiders (153,94). Lars Schwitte fuhr auf den 3. Platz. Den Nationenpreis gewann Deutschland mit Sandro Koalik, Ulrike Schmidt und Lars Witte (315,92 Pkt.) vor den Gastgebern aus Polen (326,91Pkt.) und den Niederlanden (327,60Pkt.). (fw)
In der Kombi der Zweispänner dominierte der Niederländer Bram Chardon mit einem Sieg. © KaLo

