CHIO Aachen 2021 wird verschoben

Erschienen am 11.03.2021

Auswirkungen auf Olympia-Sichtungswege

Warendorf (fn-press). Ein Weltfest des Pferdesports ohne Zuschauer? Das ist kaum vorstellbar! Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen erneut auch den CHIO Aachen. Das größte deutsche Reit-, Fahr- und Voltigierturnier wird vom Juli in den September verschoben. Neues Datum ist 10. bis 19. September 2021. Noch steht zwar nicht fest, wie die Rahmenbedingungen genau aussehen werden und welche Zuschauerkapazitäten dann zugelassen sind. Klar ist aber, dass die Terminverschiebung auch Auswirkungen auf den Sichtungsweg zu den diesjährigen Olympischen Spielen und zu den Europameisterschaften der Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit hat, da der CHIO Aachen nun nicht mehr als Sichtungsturnier infrage kommt.

Traditionell wird das Team, das die deutschen Farben bei den Olympischen Spielen vertreten soll, im Anschluss an die Nationenpreise beim CHIO Aachen nominiert. In diesem Jahr ist die Deadline für die Nominierung der insgesamt zwölf deutschen Reiter*innen und Pferde der 5. Juli. Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele steht am 23. Juli auf dem Programm, am 24. Juli beginnen die Dressur-Wettkämpfe. Die Abschlussfeier soll am 8. August stattfinden. Am 30. August beginnt dann die Europameisterschaft der Springreiter, die bis zum 4. September in Riesenbeck ausgetragen wird. Hagen am Teutoburger Wald ist anschließend Schauplatz der Dressur-EM (7. bis 12. September). Ort und Datum der EM der Vielseitigkeitsreiter stehen bisher noch nicht fest.

„Der CHIO Aachen ist für uns alle ein sehr besonderes Turnier, weil die Atmosphäre einzigartig ist und dort immer wichtige Entscheidungen für die anstehenden Championate getroffen werden. Deshalb ist es natürlich schade, dass das Turnier nicht wie geplant stattfinden kann. Wir sind dem Veranstalter-Team aber sehr dankbar, dass es alles möglich macht, damit das Turnier dieses Jahr noch durchgeführt werden kann“, sagt Dr. Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), und ergänzt: „Für alle Reiter*innen ist es weiterhin unabdingbar, in ihrer Saisonplanung so flexibel wie möglich zu bleiben. Corona und der Herpesvirus-Ausbruch in Valencia haben gezeigt, wie schnell sich der Turnierkalender verändern kann und dass eine sichere Planung, wie wir sie aus vergangenen Jahren kennen, kaum möglich ist.“

Grundsätzlich stimmen die Reiter*innen der Olympischen Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit ihren individuellen Sichtungsweg zum Championat mit den Bundestrainern bzw. der Bundestrainerin und den zuständigen DOKR-Disziplinausschüssen ab.

Erster Meilenstein auf dem Sichtungsweg in der Dressur sind die Deutschen Meisterschaften in Balve von 3. bis 6. Juni, eine Pflichtveranstaltung für die Mitglieder des Olympia- und Perspektivkaders. Anstelle des CHIO Aachen wird nun das internationale Turnier auf dem Schafhof in Kronberg (24. bis 27 Juni) finale Sichtung vor der Nominierung.

Im Springen bleibt es dabei, dass internationale Turniere und Nationenpreise als Sichtungsturniere dienen, darüber hinaus können sich die Reiter*innen mit ihren Pferden auch bei der Deutschen Meisterschaft in Balve (3. bis 6. Juni) empfehlen.

Den Vielseitigkeitsreitern wird als Sichtung Luhmühlen empfohlen, wo vom 16. bis 20. Juni die internationale Fünf-Sterne-Prüfung und die Deutsche Meisterschaft stattfinden. Darüber hinaus zählen für eine Nominierung Leistungen bei internationalen Vier- und Fünf-Sterne-Turnieren und Nationenpreisen.

Anders als bei allen anderen internationalen Großereignissen im Pferdesport liegt die Nominierungshoheit für die Entsendung zu den Olympischen Spielen beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Das DOKR unterbreitet einen entsprechenden Nominierungsvorschlag.

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