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Vor 90 Jahren: Freiherr von Langen erster MV-Olympiasieger

Vor 90 Jahren holte Carl Freiherr Freiherr von Langen, geboren am 25. Juli 1887 in Klein Beelitz bei Bützow, die erste olympische Goldmedaille für Mecklenburg-Vorpommern und für den Deutschen Pferdesport. 1928 gewann der Gutsbesitzer von Parow bei Stralsund in Amsterdam mit seinem Pferd Draufgänger in der Dressur die Einzel- und Mannschaftswertung.

Carl Freiherr von Langen-Parow engagierte sich später im Reichsverband für Zucht und Prüfung deutschen Warmbluts und wurde nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 von diesen vereinnahmt. Im Herzen war er aber ein Nazihasser, wie aus seinen Tagebüchern hervorging, die eine einstige Mitarbeiterin des Grafen noch lange in Bützow aufbewahrt hat.

Ein Jahr später, am 3. August 1934 starb von Langen in Potsdam nach schweren Sturzverletzungen, die er sich wenige Tage zuvor bei einem vorolympischen Military-Wettkampf in der Döberitzer Heide bei Berlin zugezogen hatte. In dem Streifen "...reitet für Deutschland" wurde sein Leben zu NS-Propaganda-Zwecken verfilmt. Die Geschichte des Sportlers Carl Freiherr Freiherr von Langen haben die Mitglieder des RFV Altenpleen unter Leitung von Karin Molzahn Anfang der 1990er Jahre erforscht. In ihrer Chronik kommen u. a. Zeitzeugen zu Wort, die das Leben des Olympiasiegers von vielen Seiten beleuchten.    

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